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Schuldenkrise Griechische Zentralbank will wohl Banken von Problemkrediten befreien

Um die Banken zu entlasten, arbeitet die griechische Zentralbank an einem Ausweg: Die Institute sollen von 42 Milliarden Euro befreit werden.

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Zentralbank Hellas will wohl Banken von Problemkrediten befreien Quelle: dpa

Brüssel Die griechische Zentralbank arbeitet an einem Plan, der Banken dabei helfen soll, ihre notleidenden Kredite um die Hälfte zu reduzieren, wie Insider berichteten. Dies wäre der jüngste Versuch, das Vertrauen in das Finanzsystem des Landes wiederherzustellen.

Dem Vorschlag zufolge würden griechische Kreditinstitute rund die Hälfte ihrer latenten Steueransprüche an eine Zweckgesellschaft übertragen, die dann Anleihen begeben und mit dem Erlös notleidende Kredite in Höhe von etwa 42 Milliarden Euro von den Banken kaufen würde.

Derzeit machen die Steuerforderungen der griechischen Kreditinstitute den größten Teil ihres Kapitals aus. Als Forderungen gegen den Staat wurden sie gewährt, um die Verluste auszugleichen, die während der griechischen Umschuldungsaktion entstanden waren.

Griechische Bankaktien sind in diesem Jahr um mehr als 40 Prozent gefallen, angesichts von anhaltenden Zweifeln, dass die Institute mit ihrem Schuldenberg fertig werden können, der aus der schlimmsten Rezession der jüngsten Zeit stammt.

Verschärft wird die Lage noch durch die Aufforderung der europäischen Aufsichtsbehörden, dass die Banken ihre notleidenden Kredite bis Ende 2021 um etwa 60 Prozent reduzieren. Dieses Ziel ist jedoch möglicherweise nicht zu erreichen, ohne mehr Kapital zu verbrennen, als die Banken derzeit haben.

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