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Schweiz Keine Fusion mit der Credit Suisse: UBS- Weber dementiert Spekulationen erneut

Einmal mehr wird ein möglicher Zusammenschluss zwischen den beiden Schweizer Rivalen diskutiert. UBS-Präsident Weber weist die Spekulationen zurück.

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Gerüchte um eine mögliche Fusion mit dem Rivalen Credit Suisse sind kein neues Phänomen. Quelle: dpa

Eine Fusion zwischen den Schweizer Großbanken UBS und Credit Suisse wird es kurz- und mittelfristig nicht geben. Das erklärte UBS-Verwaltungsratschef Axel Weber am Montag.

“Es ist immer positiv, wenn zwei inländische Banken über Fusionen sprechen, aber sie sind sehr, sehr schwer umzusetzen”, sagte Weber gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg. „Ich erwarte nicht, dass solche Dinge zum gegenwärtigen Zeitpunkt passieren. Ich denke, dies werden Dinge sein, die jahrelang diskutiert werden, bevor wir eine konkrete Bewegung sehen.“

Sein Amtskollege Urs Rohner hatte am Wochenende erklärt, eine Fusion sei keine abwegige Idee, sondern würde vielmehr mit mehreren Vorteilen einhergehen. Das hatte Gerüchte über einen möglichen Zusammenschluss angeheizt. Spekulationen dieser Art gibt es immer wieder, zuletzt etwa Mitte September.

Bei beiden Schweizer Konkurrenten herrschte zuletzt Bewegung an der Spitze. Bei der UBS übernahm der Niederländer Ralph Hamers den Chefposten von Sergio Ermotti. Bei der Credit Suisse folgte Thomas Gottstein im Februar auf Tidjane Thiam. Rohner wiederum gibt sein Amt im neuen Jahr an Antonio Horta-Osório weiter, das Mandat Webers endet 2022. Diese Umstände seien „ungünstig für eine Transaktion“, sagte Weber weiter.

Europäische Banken versuchen, in ihren Heimatmärkten an Größe zu gewinnen, bevor die lang erwartete grenzüberschreitende Konsolidierung einsetzt. Deals in Spanien und Italien haben Spekulationen über größere Transaktionen wieder aufleben lassen. In der Schweiz hat Weber die Machbarkeit einer Mega-Fusion mit der Credit Suisse im Rahmen von regelmäßigen Überlegungen über zukünftige strategische Optionen untersucht, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen im September gegenüber Bloomberg berichtet hatten.

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