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Schweizer Börsenkonzern Six verdiente 2017 erneut weniger

Das Betriebsergebnis drückten höhere Kosten im Börsenhandel, der Abwicklung von Wertpapiertransaktionen und im Kartenzahlgeschäft.

Die Schweizer Börse ist auch unter ihrem Kürzel Six bekannt. Quelle: Reuters

ZürichDer Gewinn des Schweizer Börsenbetreibers Six ist 2017 erneut zurückgegangen. Unter dem Strich verdiente der Konzern mit 207,2 Millionen Franken 6,2 Prozent weniger als im Vorjahr, wie Six am Mittwoch mitteilte. 2016 hatte ein Liegenschaftsverkauf das Ergebnis gestützt. Im Tagesgeschäft sorgten höhere Kosten im Börsenhandel, der Abwicklung von Wertpapiertransaktionen und im Kartenzahlgeschäft für einen Rückgang des Betriebsergebnisses. Einzig die vierte Division Finanzinformationen verdiente im abgelaufenen Geschäftsjahr mehr. Für die Besitzer – rund 130 Banken – schlägt sich der Gewinnrückgang in einer auf 7,00 Franken pro Aktie von 7,30 Franken reduzierten Dividende nieder.

Der neue Präsident Romeo Lacher verordnet dem Finanzkonzern im vergangenen Herbst den größten Umbau seit seiner Gründung im Jahr 2008. So soll das Kartenzahl-Geschäft aus dem Unternehmen herausgelöst und in eine strategische Partnerschaft eingebracht werden. Insidern zufolge läuft hier gegenwärtig die zweite Bieterrunde. Zudem legt das Unternehmen die bisher getrennt geführten Divisionen Wertpapier-Handel und Wertpapier-Abwicklung zusammen. Die Umsetzung der Reorganisation liegt in den Händen von Jos Dijsselhof. Der frühere operative Chef der Mehrländerbörse Euronext hatte die Führung des Six-Konzerns im Januar übernommen.

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