Schweizer Großbank Credit Suisse wird Devisenhandels-Klage in den USA nicht los

Kläger werfen der Schweizer Bank vor, Kurse am Devisenmarkt manipuliert zu haben. Eine Richterin hat es nun abgelehnt, eine Sammelklage von Anlegern abzuweisen.

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Das Schweizer Institut ist die letzte verbleibende Bank in dem 2013 begonnenen Kartellverfahren. Quelle: Reuters

Credit Suisse hat vor einem US-Gericht eine Niederlage erlitten. Eine Bezirksrichterin in Manhattan lehnte es ab, eine Sammelklage von Anlegern gegen die Schweizer Großbank abzuweisen. Die Kläger werfen Credit Suisse vor, Kurse am Devisenmarkt manipuliert zu haben.

So hätten Händler des Zürcher Instituts nichtöffentliche Preisinformationen mit Händlern anderer Banken ausgetauscht, unter anderem in Chatrooms mit Namen wie "Yen Cartel". Die Richterin erklärte, sie halte es für verfrüht, die Behauptung der Credit Suisse zu akzeptieren, dass sie nicht Teil einer Verschwörung zur Ausweitung von Devisen-Handelsspannen gewesen sei.

Die Bank sieht sich in dem Verfahren in einer guten Position. "Die Credit Suisse verfügt in dieser Sache über starke rechtliche und faktische Argumente, die wir in diesem Prozess vorlegen werden", hieß es in einer Stellungnahme.

Die Anwälte der Anleger reagierten vorerst nicht auf eine Bitte um Stellungnahme. Credit Suisse ist die letzte verbleibende Bank in dem 2013 begonnenen Kartellverfahren, nachdem 15 andere Institute Vergleiche in Höhe von 2,31 Milliarden Dollar geschlossen hatten.

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