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Schweizer Großbank Geopolitische Gefahren machen UBS-Kunden vorsichtig

Bei geopolitischen Gefahren reagieren UBS-Kunden risikoavers. Um den Aktienhandel zu beflügeln, könnte die Bank Gebühren senken.

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Zürich Die Schweizer Großbank UBS hat Investoren angesichts geopolitischer Unsicherheiten auf tendenziell geringere Transaktionsgebühren in der Vermögensverwaltung eingestellt. „Wenn es große geopolitische Gefahren gibt, verhalten sich unsere Kunden risikoavers - auch wenn sich die Märkte gut entwickeln“, sagte UBS-Finanzchef Kirt Gardner am Donnerstag auf einer Investorenkonferenz in Frankfurt.

Sie würden Anlageklassen wie Aktien meiden oder weniger strukturierte und alternative Produkte handeln. Daraus erziele die UBS jedoch einen großen Anteil ihrer Transaktionseinnahmen, sagte Gardner.

In den vergangenen Monaten hatten der Handelsstreit mit den USA sowie die Wahlen in Italien die Anleger verunsichert und für Turbulenzen gesorgt. Die Transaktionsgebühren machen für gewöhnlich den kleinsten Anteil am Vermögensverwaltungsgeschäft der UBS aus: Das Zinsgeschäft und Beratungs- und sonstige Gebühren werfen mehr ab.

Darüber hinaus könne es in der Vermögensverwaltung im laufenden Quartal zu höheren Geldabflüssen kommen, warnte Gardner. Grund dafür sei die US-Steuerreform. „Im zweiten Quartal sehen wir saisonale Abflüsse aus Steuergründen. Wir erwarten, dass sie dieses Quartal höher ausfallen“, sagte Gardner. Wenn die Kunden höhere Steuern bezahlen müssen, dann ziehen sie unter Umständen Gelder ab, um die Rechnung zu begleichen.

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