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Schweizer Großbank Guter Jahresstart für die Credit Suisse – schlechte Vorzeichen für die Deutsche Bank

Die schweizerische Großbank Credit Suisse kann die Erträge steigern und die Kosten senken. Doch die Investmentbank schwächelt.

Der Credit-Suisse-Chef freut sich über gute Zahlen. Quelle: dpa

ZürichTidjane Thiam kann sich freuen: Nachdem die US-Steuerreform im vergangenen Quartal dem Credit-Suisse-Chef das Ergebnis verhagelt hatte, startet die zweitgrößte Bank der Schweiz nun mit guten Zahlen ins neue Jahr.

Unterm Strich steht ein Plus von 694 Millionen Franken. „Die Ergebnisse für das erste Quartal sind erfreulich“, lässt sich Thiam zitieren – und lobt den Fortschritt beim Umbau des Instituts, der nun ins dritte Jahr geht. Während die meisten Sparten der Credit Suisse ihr Ergebnis steigern konnten, erweist sich die Investmentbank als Bremser.

Die Bank konnte ihre Kosten insgesamt um sechs Prozent steigern und die Erträge zugleich leicht steigern (plus 2 Prozent). So kletterte in der internationalen Vermögensverwaltung der Vorsteuergewinn um 45 Prozent auf 474 Millionen Euro. Auch auf ihrem Schweizer Heimatmarkt machte die Bank Boden gut. Die Rede ist vom besten Quartalsergebnis seit 2015 mit einem Vorsteuergewinn von 554 Millionen Euro. Erfreulich lief auch das Geschäft in Asien und dem Pazifik, wo der Vorsteuergewinn bei 288 Millionen Euro lag.

Entsprechend spart die Bank in ihrer Pressemitteilung spart nicht mit Eigenlob. So lagen die Netto-Kundenneugelder bei 14,4 Milliarden Franken, dem „höchsten Zufluss seit sieben Jahren“. Und das verwaltete Vermögen sei „rekordhoch“. Derlei Superlative sollen unterstreichen, dass Thiams Strategie aufgeht, sein Haus als Vermögensverwalter für Superreiche aufzustellen. Anders als der Erzrivale UBS hält die Credit Suisse dabei jedoch weiter große Stücke aufs Investmentbanking.

Und ausgerechnet dort ging das Vorsteuerergebnis um acht Prozent auf 559 Millionen US-Dollar zurück. Die Bank erklärt das mit einer „verhaltenen Kundenaktivität“. Nicht nur bei Fusionen und Übernahmen hielten sich die Kunden zurück – auch das Anleihegeschäft schwächelte. Für die Deutsche Bank, die am morgigen Donnerstag ihre Zahlen präsentiert, sind das schlechte Vorzeichen – sie zählt beim Handel mit festverzinslichen Wertpapieren zu den großen Spielern.

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