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Schweizer Großbank in der Krise Hedgefonds will Credit Suisse aufspalten

Die Schweizer Großbank Credit Suisse muss sich Berichten zufolge auf den Angriff eines aktivistischen Investors einstellen. Der Hedgefonds RBR Capital will das Institut demnach in drei Bereiche aufteilen.

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Die Schweizer Großbank muss sich Berichten zufolge auf einen aktivistischen Investor einstellen. Quelle: Reuters

Zürich/Düsseldorf Ein aktivistischer Finanzinvestor will Medienberichten zufolge die Schweizer Großbank Credit Suisse aufspalten. Der Schweizer Hedgefonds RBR Capital habe Aktien im Wert von rund 100 Millionen Franken entsprechend einem Anteil von 0,2 Prozent an dem Geldhaus erworben, berichtete die Zeitung „Finanz und Wirtschaft“ am Montagabend in ihrer Online-Ausgabe unter Verweis auf Insider.

Er habe bereits die Fühler zu mehr als Hundert weiteren Investoren ausgestreckt, die RBR von seinem Plan überzeugen und als Mitinvestoren gewinnen wolle. Der „Financial Times“ zufolge soll die Großbank in eine Investmentbank, einen Vermögensverwalter für Gelder von Privatkunden und einen Fondsanbieter aufgeteilt werden. Credit Suisse und RBR waren für eine Stellungnahme vorerst nicht erreichbar.

Der Chef des Hedgefonds RBR, Rudolf Bohli, ist laut „Finanz und Wirtschaft“ bekannt für seine unerschrockene Art. Dies hat er demnach bereits bei Gategroup, einem Schweizer Luftfahrt-Caterer, unter Beweis gestellt, den er in die Arme des chinesischen Firmenkonglomerats HNA getrieben hat. HNA hat zuletzt mit dem Einstieg bei der Deutschen Bank Schlagzeilen gemacht. Die Schweizer Wirtschaftszeitung bezeichnet Bohli als „unberechenbar“. Laut ihr trat Bohli auch beim Asset-Manager GAM auf, verschwand dann aber unvermittelt durch die Hintertür.

Die Großbank Credit Suisse ist freilich ein anderes Kaliber als Gategroup und GAM. Den Berichten zufolge will der aktivistische Investor diesmal nicht allein vorgehen. Angeblich habe Bohli bereits die Fühler zu mehr als hundert weiteren Investoren ausgestreckt, die er von seinem Plan überzeugen wolle.

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