WiWo App Jetzt gratis testen
Anzeigen

Schweizer Großbank UBS will die Dividende ständig erhöhen

Die Schweizer Bank USB möchte die Dividenden erhöhen und weiter Aktien zurückkaufen. Trotz der guten Aussichten für die Anleger sind die Gewinne im Jahr 2017 zurückgegangen. Schuld daran hat auch die US-Steuerreform.

USB will ihre Aktionäre über Aktienrückkäufe und steigende Dividenden an ihren Gewinnen beteiligen. Quelle: Reuters

ZürichDie UBS will ihre Aktionäre über stetig steigenden Dividenden und Aktienrückkäufe an ihren Gewinnen beteiligen. Zwar senkte die Schweizer Großbank am Montag ihre längerfristigen Ertragsziele leicht. Doch habe das Institut nun mehr Klarheit über den künftigen Kapitalbedarf: In den kommenden drei Jahren sollen die Ausschüttungen daher im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich steigen. Zudem will die UBS eigene Aktien für bis zu zwei Milliarden Franken zurückkaufen. Für das vergangene Jahr sollen die Eigentümer eine acht Prozent höhere Dividende von 65 Rappen erhalten – obwohl der Gewinn der Bank wegen eines Sondereffekts auf 1,2 von 3,2 Milliarden Franken schrumpfte.

Für viele Anleger dürften das gute Nachrichten sein: Sie setzen auf die UBS, weil sie sich stetig steigende Erträge erhoffen. Doch wegen der lange unklaren neuen Kapitalvorschriften (Basel 3) und laufender Rechtsstreitigkeiten wollte sich die Bank nicht auf eine konkrete Dividendenprognose festlegen. Nun sind zumindest die künftigen Kapitalstandards definiert. Die UBS rechnet damit, dass sie in den kommenden drei Jahren hartes Kernkapital von rund vier Milliarden aufbauen muss. „Dank der größeren regulatorischen Klarheit können wir ein neues Kapitel aufschlagen“, sagte Bankchef Sergio Ermotti.

Die UBS verwaltet Vermögen von weltweit mehr als zwei Billionen Franken. Im Kerngeschäft profitierte das Institut im vergangenen Jahr unter anderem von der guten Marktentwicklung und dem Sparprogramm. Auch im vierten Quartal konnte die Bank weitere Gelder der reichen Kundschaft einsammeln: Netto verbuchte die UBS im Schlussquartal hier einen Neugeld-Zuwachs von 13,8 Milliarden Franken. Doch auch die Verwaltung von Geldern für institutionelle Kunden wie Versicherungen und Pensionsfonds entwickelte sich gut, während der Gewinn in der Investmentbank schrumpfte.

Grund für den Gewinnrückgang auf Konzernebene im Gesamtjahr waren Abschreibungen durch die US-Steuerreform. Die UBS hat wie viele andere Institute während der Finanzkrise Verluste erlitten, die sie über Jahre geltend machen konnte, um ihre Steuerlast zu drücken. Da durch die Steuerreform in den USA die Körperschaftssteuer sinkt, fällt auch der Wert dieser Verlustvorträge.

Während es sich dabei um eine Einmaleffekt handelt, senkte die Bank ihre Erwartungen für die kommenden drei Jahre: Sie erwartet für 2018 bis 2020 nun eine bereinigte Eigenkapitalrendite von rund 15 Prozent und eine Kosten-Ertrags-Quote von weniger als 75 Prozent. Zuvor hatte die UBS längerfristig eine Eigenkapitalrendite von mehr als 15 Prozent und ein Aufwands-Ertrags-Verhältnis von 60 bis 70 Prozent angepeilt. Je tiefer dieses ist, umso effizienter arbeitet ein Institut. Im Kerngeschäft Vermögensverwaltung erwartet die UBS nun ein Wachstum der Nettoneugelder von zwei bis vier Prozent.

© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%