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Schweizer Notenbank SNB will Bilanz weiter für Geldpolitik einsetzen

Die SNB setzt weiter auf die Bilanz –und will sie ausdehnen. Im Fall einer Euro-Krise könnte sie so die heimische Wirtschaft beschützen.

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Eine Grenze für eine Ausweitung der Bilanz gebe es nicht, so die SNB. Quelle: Reuters

Berlin Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat eine weitere Ausdehnung ihrer Bilanz im Fall einer Krise nicht ausgeschlossen. „Die Bilanz ist weiterhin ein Instrument, das eingesetzt werden kann, wenn negative Schocks kommen“, sagte SNB-Präsident Thomas Jordan am Mittwochabend auf einer Veranstaltung der Volkswirtschaftlichen Gesellschaft des Kantons Bern. Die SNB nehme dann eine Güterabwägung vor und prüfe, ob sich ein solcher Schritt lohne oder nicht.

Eine Grenze für eine Ausweitung der Bilanz gebe es nicht. Die Hunderte Milliarden Franken schwere Bilanz ist das Resultat jahrelanger Deviseninterventionen der SNB, um den Franken während der Euro-Krise künstlich zu schwächen und so die exportorientierte Schweizer Wirtschaft zu stützen. „Das ist ein Instrument, das für uns auch in Zukunft weiterhin sehr wichtig ist“, sagte Jordan. „Es ist nicht damit zu rechnen, dass die Bilanz in sehr kurzer Zeit zurückgefahren wird.“

Dafür gebe es keine Notwendigkeit. Zuletzt war in der Schweiz vereinzelt Kritik am Umfang der Bilanz der Nationalbank aufgekommen. Sie ist verantwortlich für die stark schwankende Ergebnisentwicklung der SNB.

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