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Sicherheitsrisiko Informatiker warnen vor Mobile Banking mit nur einer App

Sicherheitsrisiko bei Bank-Apps: Informatiker der Universität Erlangen-Nürnberg warnen davor, beim Online-Banking auf nur eine Anwendung zu setzen. Die zunehmende Benutzerfreundlichkeit gehe auf Kosten der Sicherheit.

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Offenheit deutscher Bankenkunden für neue digitale Bankservices gilt als eher überschaubar. Quelle: obs

Leipzig/Nürnberg Die zunehmende Benutzerfreundlichkeit beim Online-Banking mit dem Smartphone geht nach Überzeugung von Informatikern der Universität Erlangen-Nürnberg zwangsläufig auf Kosten der Sicherheit. Der Trend zur Nutzung von Online-Banking mit nur einer App berge die Gefahr von Betrug und Manipulationen etwa bei Überweisungen, warnte am Mittwochabend der Doktorand Vincent Taupert auf dem Kongress des Chaos Computer Clubs (CCC) in Leipzig. Sicherer sei die Zwei-Geräte-Authentifizierung mit einer getrennten Übermittlung der TAN-Daten.

Zusammen mit Nicolas Schneider entwickelte Taupert ein Verfahren, um eine von etlichen Banken und Sparkassen für ihre Apps verwendete Sicherungstechnik eines externen Anbieters auszuschalten. Über dieses ziemlich komplexe Verfahren hatte Ende November bereits die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet.

Auf dem 34. Chaos Communication Congress (34C3) demonstrierte Taupert nun, wie er eine Konfigurationsdatei manipulieren – „hey, da schreiben wir überall Nullen rein“ - und so den Schutz der Banking-App auf einem Android-Smartphone entfernen konnte. Anschließend war es ihm möglich, den Namen des Empfängers wie den Betrag einer Überweisung zu ändern.

Taupert sagte, er habe den Hersteller der Sicherungstechnik auf die Probleme hingewiesen. Inzwischen gebe es eine neue Version der Schutzsoftware. Bislang seien den Banken nach deren Angaben auch keine Schadensfälle bekannt. Jedoch sei er überzeugt, dass eine „App-Härtung“ über einen zusätzlichen Software-Schutz kein sinnvoller Ersatz für eine unabhängige Zwei-Faktor-Authentifizierung sei, sagte Taupert.

Auf dem 34. Chaos Communication Congress (34c3) beschäftigen sich rund 15.000 Teilnehmer bis Samstag in Vorträgen und Workshops mit Schwachstellen von Computertechnik und Internet-Anwendungen sowie mit aktuellen politischen Themen. Der Kongress findet nach fünf Jahren in Hamburg zum ersten Mal in Leipzig statt, er gilt als größter Hackerkongress in Europa.

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