Siemens Gamesa Windradbauer streicht 600 Jobs in Dänemark

Im dänischen Aalborg muss fast ein Drittel der Mitarbeiter des Siemens-Gamesa-Werks gehen. Die Windkrafttochter will die geplanten Einsparungen in kürzerer Zeit als geplant schaffen. Auch Konkurrenten haben Probleme.

Der Windradbauer unterzieht sich einer Sparkur. Entlassungen sind die Folge. Quelle: Reuters

KopenhagenAngesichts rückläufiger Geschäfte streicht der Windturbinen-Hersteller Siemens Gamesa 600 Arbeitsplätze in Dänemark. Mit dem Stellenabbau im Werk Aalborg sollten Kosten gesenkt und die Wettbewerbsfähigkeit erhalten werden, sagte ein Firmensprecher am Freitag. Das Unternehmen beschäftigt in Aalborg 2100 und weltweit 27.000 Mitarbeiter.

Die Siemens-Tochter, die vor Kurzem aus der Windkraftsparte des deutschen Konzerns und deren spanischem Konkurrenten Gamesa fusioniert worden war, hatte zuletzt die Bilanz des Münchner Technologieriesen getrübt. Auftragseingang und Gewinn der Tochter brachen im ersten Quartal ein, der Umsatz schrumpfte ebenfalls. Siemens hatte angekündigt, dass die Windkrafttochter die geplanten Einsparungen von 230 Millionen Euro nun in drei statt in vier Jahren verwirklichen soll.

Auch bei den Konkurrenten Nordex und Vestas läuft das Geschäft nicht rund. Bei Nordex droht ebenfalls ein Stellenabbau.

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