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SNB Schweizer Notenbank mit durch Negativzins zwei Milliarden ein

Ab einem Gewissen Freibetrag erhebt die Schweizer Notenbank eine Gebühr von 0,75 Prozent. Der Negativzins zahlt sich für die SNB reichlich aus.

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Die Schweizer Notenbank steht für ihre Geldpolitik häufiger in der Kritik. Quelle: dpa

Zürich Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat im vergangenen Jahr durch die Negativzinsen erneut Milliarden verdient. Sie spülten der Zentralbank nach Angaben von Montag 2,05 Milliarden Franken in die Kasse. Das ist etwas mehr als im Jahr davor, als die SNB 2,02 Milliarden Franken mit der Abgabe eingenommen hatte.

Die SNB erhebt von Banken ab einem gewissen Freibetrag eine Gebühr von 0,75 Prozent. Damit will sie den Schweizer Franken möglichst unattraktiv für Investoren machen - in der Hoffnung, dass die Institute eine Gebühr weiterreichen und Anleger dann lieber auf andere Währungen ausweichen. Die Negativzinsen in der Schweiz bestehen seit über vier Jahren - und ein rasches Ende ist vorerst nicht in Sicht. Angesichts dessen war jüngst die Kritik an der außergewöhnlichen Maßnahme wieder lauter geworden.

Trotz der Erträge aus der Abgabe fuhr die SNB im vergangenen Jahr einen Verlust von rund 14,9 Milliarden Franken ein. Grund dafür war unter anderem die Talfahrt an den Aktienmärkten im Schlussquartal, die zu Verlusten im umfangreichen Aktienportfolio der Notenbank geführt hatte. Bund und Kantone sollen dennoch eine Dividende von insgesamt zwei Milliarden Franken erhalten, bekräftigte die SNB.

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