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Société Générale Überraschend überzeugend

Nach den US-Steuerreform rechneten Experten mit Verlusten für die französische Großbank. Doch die kann einen kleinen Gewinn präsentieren. Vor allem das im Vergleich zur Branche gute Handelsgeschäft lockt die Anleger.

Die Franzosen scheinen die Aktionäre überzeugen zu können. Quelle: AP

ParisBei der französischen Großbank Societe Generale hat es im Schlussquartal 2017 überraschend zu einem kleinen Gewinn gereicht. Das Institut schrieb trotz der Belastungen durch Steueränderungen in Frankreich und in den USA unter dem Strich ein Plus von 69 Millionen Euro - das ist zwar deutlich weniger als die 390 Millionen Euro im vierten Quartal 2016, aber mehr als Analysten erwartet hatten.

Diese hatten im Schnitt einen Verlust von 300 Millionen Euro prognostiziert. An die Investoren will Bankchef Frederic Oudea eine Dividende von 2,20 Euro je Aktie ausschütten. Das Papier legte an der Börse in Paris im frühen Handel um 4,5 Prozent zu.

Die Bank hat sich einen Sparkurs verordnet - vor allem auf dem französischen Heimatmarkt. Dafür sollen nach früheren Angaben 900 Stellen gestrichen und 300 Filialen dichtgemacht werden. Insgesamt soll das über drei Jahre zu Einsparungen in Höhe von rund 1,1 Milliarden Euro führen. 2018 will das Geldhaus sein unter den niedrigen Zinsen leidendes Privatkundengeschäft in Frankreich, das für rund ein Drittel der gesamten Erträge steht, stabilisieren.

Im Handelsgeschäft, bei dem zuletzt die großen Wall-Street-Banken, aber auch die Deutsche Bank und Erzrivale BNP Paribas kräftig Federn lassen mussten, schlug sich die Societe Generale zuletzt relativ gut. Die Erträge aus dem Handel mit Anleihen, Währungen und Rohstoffen fielen um lediglich 6,5 Prozent, während BNP ein Minus von 27,4 Prozent hinnehmen musste und die US-Banken im Durchschnitt sogar einen Rückgang um mehr als 30 Prozent verkraften mussten.

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