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Software Ergebnis von Teamviewer bricht ein – Chef sieht keine Schieflage

Das Softwareunternehmen muss einen Gewinneinbruch vermelden, die Aktie hat zuletzt deutlich verloren. Teamviewer-Chef Steil bleibt dennoch optimistisch.

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Der Software-Hersteller hat ein schwieriges Quartal hinter sich. Quelle: dpa

Teamviewer-Chef Oliver Steil sieht das jüngst gebeutelte Softwarehaus „nicht in Schieflage“. „Wir wachsen solide, hatten uns nur mehr vorgenommen in diesem Jahr“, sagte Steil am Mittwoch bei der Vorstellung des Quartalsberichts. Das bereinigte Betriebsergebnis (Ebitda) von Teamviewer war im dritten Quartal um 27 Prozent auf 42,3 Millionen Euro gefallen.

Bereits Anfang Oktober hatte das Unternehmen aus Göppingen seine Erwartungen für das Gesamtjahr deutlich zusammengestrichen und damit die Aktie auf Talfahrt geschickt. Zudem wird der Vertrag von Finanzchef Stefan Gaiser nicht verlängert und ein neuer Vertriebschef gesucht, der für mehr Wachstum sorgen soll.

Teamviewer bestätigte den gesenkten Ausblick, was am Aktienmarkt gut ankam und dem Papier im frühbörslichen Handel ein Plus von 4,7 Prozent bescherte. Laut Steil kann der niedrige Aktienkurs „ein attraktiver Einstieg“ sein. Der Vermögensverwalter T. Rowe Price hat seinen Anteil erst kürzlich auf mehr als fünf Prozent aufgestockt.

Für das Gesamtjahr rechnet Teamviewer bei den abgerechneten Umsätzen (Billings) mit 535 bis 555 Millionen Euro nach rund 460 Millionen Euro im Jahr 2020. Die bereinigte Betriebsgewinn-Marge soll 2021 zwischen 44 und 46 Prozent liegen - nach lediglich 33,6 Prozent im dritten Quartal. Um diese wieder nach oben zu schrauben, will Steil stärker auf die Ausgaben schauen. Da müsse konsolidiert werden, sagte der Manager, der zunächst auch keine neuen Mitarbeiter mehr einstellen will.

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    Teamviewer gehörte zu den großen Gewinnern der Corona-Krise, weil die Software den Zugriff auf andere Computer - etwa für die Fernwartung - ermöglicht und das vor allem für Arbeitnehmer im Home-Office wichtig war. Das Unternehmen setzt verstärkt auf Partnerschaften. So arbeiten die Göppinger mit SAP und Google Cloud zusammen, um das Augmented-Reality-Geschäft auszubauen.

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