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Softwarehersteller Software AG will dieses Jahr zukaufen - Umsatz fällt

Deutschlands zweitgrößter Softwarekonzern setzt aufs Abogeschäft. Das drückt den Umsatz, doch das Unternehmen hält Ausschau nach Übernahmeobjekten.

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Die Coronakrise treibt bei vielen Unternehmen die Digitalisierung voran. Das bringt der Software AG Rückenwind. Quelle: dpa

Die Software AG stellt baldige Zukäufe in Aussicht. „Wir würden gern in diesem Jahr akquirieren, wenn der Preis sinnvoll ist“, sagte Finanzchef Matthias Heiden am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters. Es gehe darum, dass Wachstum durch Übernahmen zu beschleunigen. Ausschau werde nach Unternehmen gehalten, mit denen das Software-AG-Angebot ausgebaut oder abgerundet würde.

Deutschlands zweitgrößter Softwarekonzern hinter SAP befindet sich inzwischen im dritten Jahr seines auf fünf Jahre ausgelegten Konzernumbauprojekts namens Helix. Wie der Walldorfer Dax-Konzern richtet sich das Darmstädter MDax-Unternehmen stärker auf die Cloud aus und damit auf wiederkehrende Umsätze durch Abonnements statt Lizenzen, die einmalig bezahlt werden.

Diese Umstellung drückt aktuell den Quartalsumsatz, der von Januar bis März um zwölf Prozent auf 183 Millionen Euro fiel. Das kam am Aktienmarkt gar nicht gut an. Die Software-AG-Aktie war im frühen Handel mit einem Minus von rund fünf Prozent der mit Abstand größte Verlierer im MDax.

„Wir schauen auf den Auftragseingang und der ist das siebte Quartal in Folge im zweistelligen Prozentbereich gewachsen“, sagte Heiden, der seit vergangenem Sommer als Finanzchef agiert. Der Anteil des wiederkehrenden Umsatzes am Gesamtproduktumsatz lag bei 89 Prozent. Vor dem Start des Helix-Programms waren es 69 Prozent.

Die Software AG bestätigte sowohl den Ausblick für das Gesamtjahr als auch die Ziele für 2023 und will dann weiterhin eine Milliarde Euro erwirtschaften und eine operative Marge zwischen 25 und 30 Prozent erzielen.

Bis dahin ist es noch ein weiter Weg: Wegen Ausgaben für Helix lag die operative Marge (EBITA, Non-IFRS) im ersten Quartal nur bei 13,4 Prozent. Das Betriebsergebnis (Ebit) sank um 34 Prozent auf 15,3 Millionen Euro.

Heiden ist trotzdem optimistisch und sagte, die Corona-Pandemie sei für viele Unternehmen eine Art „Schreckschuss“, nun bei der Digitalisierung und Vernetzung tätig zu werden. Das bringe Rückenwind, der sich nicht mit dem Ende der Krise abschwächen werde.

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