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Softwarekonzern Umbau der Software AG lässt Umsatz und Gewinn kräftig steigen

Konzernchef Sanjay Brahmawar krempelt den Softwarehersteller kräftig um. Das beschert der Software AG im abgelaufenen Quartal ein starkes Ergebnis.

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Umbau der Software AG lässt Umsatz und Gewinn kräftig steigen Quelle: dpa

Der Umbau der Software AG zeigt Wirkung: Im dritten Quartal übertraf Deutschlands zweitgrößter Software-Konzern nach SAP mit seinen Zuwächsen bei Umsatz und Ergebnis die Erwartungen der Analysten.

„Es liegt noch viel Arbeit vor uns“, sagte der seit rund einem Jahr amtierende Konzernchef Sanjay Brahmawar am Dienstag. „Aber ein starkes Wachstum der wiederkehrenden Umsätze, die Verfügbarkeit von Cloud-Versionen aller wichtigen Produkte, die Dynamik bei der Akquise von Neukunden und die Stabilisierung unseres Nordamerikageschäfts zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“ Die Jahresziele bestätigte er.

An der Börse führten die Aktien der Software AG die Gewinnerliste im MDax an. Sie sprangen zweitweise um zwölf Prozent auf 30,35 Euro und damit auf den höchsten Stand seit Anfang Juli. „Ein fast perfektes Quartal“, kommentierten die Experten von Baader Helvea.

Im dritten Quartal verbuchte die Software AG ein Umsatzplus von fünf Prozent auf 224 Millionen Euro und einen Anstieg des operativen Ergebnisses (Ebita) um sieben Prozent auf 68,4 Millionen Euro. Im Gesamtjahr peilt der Vorstand unverändert eine operative Umsatzrendite (Ebita-Marge) zwischen 28 und 30 Prozent an.

Finanzvorstand Arnd Zinnhardt erläuterte in einer Telefonkonferenz, dass die Umstellung auf ein abonnementbasiertes Modell von zuvor Lizenzvergaben planmäßig verlaufe, eine schnellere Einführung aber im kommenden Jahr den Gewinn belasten könnte.

Die Software AG ist der älteste börsennotierte Technologiekonzern in Deutschland. Im 50. Jahr der Firmengeschichte hatte Brahmawar dem Konzern eine Neuausrichtung, um den Darmstädter Konzern in die „neue Ära der Digitalisierung“ zu führen. Dafür will die Firma sich auf weniger Produkte konzentrieren und den Fokus auf Nordamerika, Deutschland, Großbritannien und Frankreich sowie den asiatisch-pazifischen Raum legen.

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