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Soziales Netzwerk Twitter plant Abo-Modell für Exklusivinhalte

Erfolgreiche Accounts sollen mit der neuen Funktion „Super Follows“ Geld verdienen können. Für einen monatlichen Beitrag können Nutzer exklusive Inhalte sehen.

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Das Soziale Netzwerk will ein Bezahl-Modell für exklusive Inhalte einführen. Quelle: AP

Twitter will Nutzern in Zukunft erlauben, mit exklusiven Inhalten Geld zu verdienen. Bei einer Präsentation für Investoren erläuterte das Unternehmen aus dem kalifornischen San Francisco am Donnerstag (Ortszeit) die neue Funktion mit Namen „Super Follows“. Für sie sollen Nutzer gegen einen monatlichen Betrag Inhalte erfolgreicher Twitter-Accounts sehen können, die anderen Nutzern verborgen bleiben. Ob es sich bei den Anbietern etwa um Unternehmen, Prominente oder Privatmenschen handelt, soll keine Rolle spielen.

Als Beispiele für mögliche Exklusivinhalte wurden Newsletter nur für Abonnenten, Videos, Angebote und Rabattaktionen genannt. Nutzer des sozialen Netzwerks und Investoren dringen seit längerem darauf, dass Twitter ein Abo-Modell einführt. Die Ankündigung kommt zu einer Zeit, in der Anbieter wie Patreon, Substack oder Onlyfans es Nutzern bereits ermöglichen, ihre Popularität in Geld umzuwandeln. Die neue Funktion eröffnet Twitter auch neue Werbemöglichkeiten. Wie viel das Unternehmen von den gezahlten Beträgen selbst einbehalten will, wurde zunächst nicht bekannt.

Nutzerfinanzierte Angebote wie „Super Follows“ auszuprobieren erlaube es Nutzern, direkt von ihrem Publikum unterstützt zu werden. Das schaffe für die Ersteller der Beiträge zudem einen Anreiz, Inhalte anzubieten, „die ihr Publikum liebt“, teilte das Unternehmen mit. Ein weiteres Produkt für die Zukunft, das Twitter auf den Namen „Revenue“ getauft hat, soll es Nutzern erlauben, kostenpflichtige oder auch kostenfreie Newsletter an Follower zu senden.

Die neue Funktion soll nach Angaben von Twitter nicht sofort verfügbar sein. Das Unternehmen versprach weitere Neuigkeiten in den kommenden Monaten. Das Unternehmen peilt für das Jahr 2023 einen Umsatz von mehr als 7,5 Milliarden US-Dollar (etwa 6,2 Milliarden Euro) an, im vergangenen Jahr lag der Umsatz bei 3,7 Milliarden Dollar (etwa 3 Milliarden Euro).

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