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Spanische Großbank Kauf von Krisenbank drückt Gewinn von Santander

Der Nettogewinn der Großbank Santander ist im dritten Quartal mehr als deutlich gesunken. Grund sind die Kosten für die Übernahme der Krisenbank Popular. Auch die Katalonien-Krise belastet das Geschäft der Spanier.

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Santander hatte die Banco Popular im Sommer übernommen und vor dem Zusammenbruch bewahrt. Quelle: dpa

Madrid Die spanische Großbank Santander hat wegen der Kosten für die Übernahme der Krisenbank Popular weniger verdient. Im dritten Quartal sank der Nettogewinn um 14 Prozent auf 1,46 Milliarden Euro, wie Santander am Donnerstag mitteilte. Bereinigt um Restrukturierungskosten stieg das Ergebnis dank glänzender Geschäfte in Brasilien um 17 Prozent.

Santander hatte die Banco Popular im Sommer übernommen und vor dem Zusammenbruch bewahrt. Die Europäische Zentralbank hatte das sechstgrößte Geldhaus Spaniens mit seinen 1800 Filialen und fast 12.000 Mitarbeitern als nicht überlebensfähig eingestuft. Santander rechnet mit Kosten von insgesamt 1,3 Milliarden Euro für die Integration von Popular, einen Teil davon verbuchte die Bank im dritten Quartal. Das belastete das Nettoergebnis mit 122 Millionen Euro.

Die Kernkapitalquote stieg per Ende September auf 10,8 Prozent von 10,72 Prozent im Juli. Den Großteil an faulen Immobilienkrediten im Volumen von 30 Milliarden Euro, die durch die Popular-Übernahme in den Büchern von Santander landeten, hat die Bank inzwischen verkauft. Zuletzt wurden 4,24 Prozent aller Kredite als faul eingestuft, im Juni waren es noch 5,37 Prozent.

Der Streit über das Unabhängigkeitsvotum der Katalanen belaste das Geschäft in ganz Spanien, erklärte das Institut. Gemessen an den Einlagen hat Santander in Katalonien einen Marktanteil von 13 Prozent. Das Geldhaus bekräftigte seine Ziele.

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