Sparkassenpräsident Gerhard Grandke Kein Verständnis für EZB-Kritik an Helaba

Die Bankenaufseher der EZB halten den großen Helaba-Vorstand für ineffizient. Dazu äußerte sich jetzt Gerhard Grandke.

„Sie können sich vorstellen, dass ich eine sehr dezidierte Auffassung habe.“ Quelle: picture alliance / ZB

Frankfurt/MainHessens Sparkassen-Präsident Gerhard Grandke hält die Kritik der EZB-Bankenaufsicht an der Größe des Verwaltungsrates der Landesbank Helaba für ungerechtfertigt. „Es war nicht zum Nachteil der Helaba, dass die Zusammensetzung so ist, wie sie ist“, sagte Grandke, der dem Helaba-Verwaltungsrat vorsitzt, am Montag in Frankfurt. Die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) sei schließlich in den vergangenen Jahren unter den öffentlich-rechtlichen Häusern nicht das schlechteste gewesen.

Die Bankenaufseher der Europäischen Zentralbank (EZB) halten das Gremium, das den Helaba-Vorstand überwacht, für zu groß, um dort effiziente Diskussionen zu führen. Nach ihrem Willen soll die Zahl der Mitglieder im Verwaltungsrat der Landesbank von 36 auf 27 schrumpfen. „Die Aufsicht hat einen Hebel, deswegen kann man das nicht einfach ignorieren“, sagte Grandke. Ziel müsse sein, „dass man einen vernünftigen Modus Vivendi findet“.

Im Verwaltungsrat der Helaba, die mehrheitlich den Sparkassen in den beiden Bundesländern gehört (rund 69 Prozent), sitzen unter anderen Sparkassenvertreter, Vertreter der Landesregierungen von Hessen und Thüringen, Oberbürgermeister und Landräte. Die Übernahme von Teilen der inzwischen abgewickelten WestLB im Sommer 2012 hatte die Zahl der Mitglieder noch steigen lassen. Bis zum 30. Juni 2019 läuft die Amtszeit der aktuellen Mitglieder. Spätestens bei der Neubesetzung erwartet die EZB dem Vernehmen nach Veränderungen.

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