Staatliche Förderbank KfW braucht mehr Geld vom Kapitalmarkt

Bislang hatte KfW-Kapitalmarktvorstand Bräunig damit kalkuliert, dass die staatliche Förderbank 75 Milliarden Euro am Kapitalmarkt aufnehmen muss. Jetzt werden es doch noch einige Milliarden Euro mehr.

Die Förderbank kann sich am internationalen Kapitalmarkt so günstig wie keine Geschäftsbank refinanzieren. Quelle: dpa

FrankfurtDie staatliche Förderbank KfW braucht in diesem Jahr voraussichtlich mehr Geld vom Kapitalmarkt als gedacht. Der Refinanzierungsbedarf werde bei bis zu 80 Milliarden Euro liegen, weil sich ein größeres Kreditneugeschäft abzeichne als erwartet, erklärte Kapitalmarktvorstand Günther Bräunig am Montag in Frankfurt. Grund dafür sei die lebhafte Konjunktur in Deutschland. Bisher hatte die KfW damit kalkuliert, dass sie 75 Milliarden Euro werde aufnehmen müssen. Im vergangenen Jahr waren es 81 Milliarden.

Die Förderbank kann sich am internationalen Kapitalmarkt so günstig wie keine Geschäftsbank refinanzieren, weil sie dem Staat gehört. Im ersten Halbjahr hat sie 51,6 Milliarden Euro aufgenommen, gut ein Fünftel mehr als zum gleichen Zeitpunkt im vergangenen Jahr. Dabei greift die KfW wieder verstärkt zu Euro-Anleihen, die mit 29 (2016: 17) Milliarden Euro mehr als die Hälfte des Volumens ausmachten. Das ging zu Lasten des Dollar, der mit 19 (20) Milliarden Euro nur die zweite Geige spielte. Die Mischung werde auch im zweiten Halbjahr so bleiben, erklärte die KfW.

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