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Staffelzins Bundesbank-Präsident sieht Staffelzinsen skeptisch

Die europäische Zentralbank will sich über Staffelzinsen beraten – doch der Bundesbank-Präsident sieht das mögliche Vorhaben eher kritisch an.

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Der Bundesbank-Präsident glaubt, dass die Effekte von Staffelzinsen eher überschaubar wären. Quelle: dpa

Frankfurt Bundesbank-Präsident Jens Weidmann hat sich skeptisch zu einer möglichen Einführung von Staffelzinsen zur Entlastung der Banken im Euro-Raum geäußert. Die Effekte wären zwar spürbar, aber letztlich überschaubar, sagte Weidmann am Freitag auf einer Bundesbank-Veranstaltung in Frankfurt. Sie wären für die Institute vermutlich geringer als die zusätzlichen Belastungen, zu der die Debatte bereits geführt habe, erläuterte er.

Denn im Zuge der Diskussion werde inzwischen erst später mit einer Abkehr von der ultralockeren Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) gerechnet. Weidmann ergänzte: „Bei der Steigerung der Profitabilität der Banken bleibt das Bankgewerbe vor allem selbst gefordert.“

Die EZB hatte erstmals 2014 ihren Einlagensatz auf unter Null gesetzt. Seitdem müssen Finanzinstitute Strafzinsen zahlen, wenn sie über Nacht überschüssige Gelder bei der Notenbank horten. Vor allem im Norden des Euro-Raums klagen Geldhäuser seit längerem, dass der Minuszins an ihren Erträgen nagt und fordern ein Ende der Strafzinsen.

Es wird damit gerechnet, dass der EZB-Rat auf seiner Sitzung im Juni über das Thema Staffelzins beraten wird. Insidern zufolge haben bei den Währungshütern aber zuletzt die Vorbehalte überwogen. Die EZB hatte vor drei Jahren schon einmal mögliche Entlastungen für Geldhäuser mittels Staffelzinsen geprüft. Damals hatte sie aber Zweifel unter anderem wegen der Komplexität eines solchen Schritts.

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