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Standard & Poor's EZB-Vorgaben für faule Kredite treffen primär Italiens Banken

Europäische Banken kämpfen seit Jahren mit faulen Krediten. Eine Richtlinie der EZB soll den Umgang mit ausfallgefährdeten Darlehen nun besser regeln. Für italienische Banken kann sich das besonders auswirken.

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Die Rating-Agentur Standard & Poor's schätzt die Folgen der EZB-Vorgaben für italienische Banken als besonders belastend ein. Quelle: dpa

Mailand Neue Richtlinien der EZB-Bankenaufseher zum Umgang mit faulen Krediten werden aus Sicht der Rating-Agentur Standard & Poor's (S&P) vor allem Italien belasten. Von allen Geldhäusern in der Euro-Zone würden die Vorgaben die dortigen Banken am stärksten treffen, teilte S&P am Montag mit. Diese dürften in der Folge voraussichtlich weniger erpicht sein, Darlehen an Firmen zu vergeben.

Ab 2018 sollen Banken in der Euro-Zone alle Darlehen, die neu als ausfallgefährdet eingestuft werden, mit Rückstellungen stärker abfedern. Bei unbesicherten Problemkrediten soll nach zwei Jahren eine 100-prozentige Abdeckung erreicht werden, bei Problemdarlehen, bei denen Sicherheiten wie etwa Immobilien oder Wertpapiere hinterlegt sind, spätestens nach sieben Jahren. Für den Altbestand gelten diese Vorgaben nicht.

In Italien haben die neuen Leitlinien starke Kritik ausgelöst. In der Euro-Zone entfallen rund 30 Prozent des etwa 865 Milliarden Euro großen Bergs an Problemdarlehen auf Institute aus Italien. Dort wird befürchtet, dass die Vorgaben das Wirtschaftswachstum dämpfen könnten.

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