Streit um Ad-hoc-Mitteilung Allianz-Tochter will VW verklagen

Volkswagen hat zuletzt Vorwürfe zurückgewiesen, Anleger zu spät über die potenziellen Milliardenkosten wegen manipulierter Motorensoftware aufgeklärt zu haben. Doch auch eine bekannte Fondsgesellschaft hegt Zweifel.

Investoren sollen zu spät über Gefahren informiert worden sein. Quelle: dpa

FrankfurtAuch die Allianz wird Volkswagen wegen der Abgasaffäre nach Angaben aus Finanzkreisen verklagen. Die Vermögensverwaltungstochter Allianz Global Investors (AGI) werde sich in den nächsten Tagen an einer Sammelklage gegen den Autobauer beteiligen, sagte eine mit den Plänen vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag. „Das passiert noch diesen Monat.“

Wie andere Kläger auch werde AGI geltend machen, dass VW zu spät über die Manipulationen an Dieselfahrzeugen informiert und damit die Pflicht zur Veröffentlichung potenziell aktienkursbewegender Erkenntnisse (Ad-hoc-Pflicht) verletzt habe. Ein AGI-Sprecher erklärte: „Bisher wurde keine Klage gegen Volkswagen eingereicht.“ Vermögensverwalter hätten aber eine treuhänderische Rolle und seien daher grundsätzlich verpflichtet, mögliche Schadenersatzansprüche zu prüfen, um die Interessen der Anleger zu wahren.

Ein Volkswagen-Sprecher wollte sich nicht äußern. Von der Allianz war zunächst keine Stellungnahme zu bekommen.

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