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Streiter für eine freie Presse Langjähriger „Rheinische Post“-Herausgeber Manfred Droste gestorben

Die Tageszeitung „Rheinische Post“ sei „ihm ein besonderer Lebensinhalt“ gewesen. Quelle: dpa

Droste verstarb im Alter von 94 Jahren. Der Krieg prägte ihn in seiner Arbeit als Herausgeber: Er war ein „Streiter für eine freie, unabhängige Presse“.

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Der langjährige Herausgeber der „Rheinischen Post“, Manfred Droste, ist tot. Er starb am Donnerstag im Alter von 94 Jahren im Kreise seiner Familie, wie die Rheinische Post Mediengruppe am Freitag in Düsseldorf mitteilte.

Ein halbes Jahrhundert habe Droste, der zunächst Geschäftsführer, Gesellschafter, Aufsichtsrat und schließlich Herausgeber war, das Unternehmen maßgeblich geprägt. Die Tageszeitung sei „ihm ein besonderer Lebensinhalt“ gewesen. Erst kürzlich hatte sein Sohn Tilman Droste die Nachfolge als Herausgeber angetreten.

Manfred Droste sei, persönlich geprägt von den Gräuel der Nazi-Diktatur, „lebenslang ein engagierter Streiter im besten Sinne für Demokratie und Freiheit, für sozialen Ausgleich und kulturelle Vielfalt“ gewesen. In einem Nachruf würdigte die Zeitung Droste als wortstarken und lebensklugen „Streiter für eine freie, unabhängige Presse“.

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Manfred Droste hatte den Angaben der Mediengruppe zufolge nach dem Krieg beim „Handelsblatt“ volontiert, wo er ab 1970 auch Gesellschafter und Herausgeber war. Zur selben Zeit brachte er sein Unternehmen und das Druckhaus der Familie Droste in den Verlag der „Rheinischen Post“ ein und wurde dessen Geschäftsführer. Neben seinen verlegerischen Aktivitäten war Droste etwa als langjähriger Vertreter der FDP im Düsseldorfer Stadtrat auch politisch aktiv. Sein liberales Selbstverständnis habe sich auch in seinem journalistischen und publizistischen Credo gespiegelt: „Die Unabhängigkeit der Redaktion war für ihn höchstes Gut“, heißt es in der Mitteilung weiter.

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