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Tapering US-Notenbanker für beschleunigten Abbau der Anleihekäufe

Für Notenbanker Raphael Bostic kann der Abbau der Anleihenkäufe nicht schnell genug gehen. Grund dafür sei die hohe Inflation.

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Es sei angebracht, den Tapering-Prozess bis Ende des ersten Quartals 2022 abzuschließen. Quelle: Reuters

Der US-Notenbanker Raphael Bostic ist für mehr Tempo beim Abbau der Anleihenkäufe in den USA. Er setze sich dafür ein, dieses als Tapering bekannte schrittweise Abschmelzen der monatlichen Zukäufe eher früher als später über die Bühne zu bringen, sagte Bostic am Donnerstag auf der Konferenz „Reuters Next“.

Es sei angebracht, diesen Prozess bis Ende des ersten Quartals 2022 abzuschließen, fügte der Präsident des Notenbankbezirks Atlanta in dem Reuters-Interview hinzu. Sollte sich die Inflation nächstes Jahr bei 4 Prozent halten, gebe es gute Argumente, die Zinsen 2022 mehr als nur ein Mal zu erhöhen.

Die Federal Reserve hat Mitte November damit begonnen, ihre Wertpapier-Zukäufe um monatlich 15 Milliarden Dollar zurückzufahren. Laut Fed-Chef Jerome Powell wird jedoch voraussichtlich auf der Zinssitzung im Dezember darüber gesprochen, ob das Abbautempo verschärft wird. Das Ende des Taperings gilt als Voraussetzung für eine Zinswende. Die Fed hält den Leitzins derzeit in einer Spanne von null bis 0,25 Prozent.

Laut der Chefin des Notenbankbezirks San Francisco, Mary Daly, sollte sich die Fed mit Blick auf mögliche Zinserhöhungen allmählich einen Plan zurechtlegen. Auf einer Online-Veranstaltung des Peterson Institute for International Economics ließ auch sie durchblicken, dass die Abkehr vom Krisenmodus beschleunigt werden sollte.

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    Die Notenbank müsse einen Balance-Akt mit Blick auf ihr doppeltes Mandat hinlegen, da sie gleichzeitig für Preisstabilität und Vollbeschäftigung sorgen solle. Diese beiden Ziele seien zurzeit aber in einem Spannungsverhältnis. Daher müsse man auf alle Szenarien vorbereitet sein, sagte Daly.

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