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Tarifkonflikt Erste Tarifverhandlung der Versicherungsbranche ohne Ergebnis

Die Forderung Verdis ist den Arbeitgebern zu hoch. Einen konkreten Gegenvorschlag machen sie jedoch nicht. Es zeichnen sich schwierige Verhandlungen ab.

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Verdi will auch durchsetzte, dass die Beschäftigten von Versicherern wie Allianz, Ergo und Talanx künftig statt der Tariferhöhung zusätzliche freie Tage nehmen können. Quelle: dpa

Die erste Runde der Tarifverhandlungen für die 170.000 Angestellten in der privaten Versicherungsbranche ist am Donnerstag ohne Ergebnis zu Ende gegangen. „Die Arbeitgeber sahen sich nicht in der Lage, ein konkretes Gehaltsangebot zu machen, obwohl wir unsere Forderungen bereits Mitte April mitgeteilt haben und der Gehaltstarifvertrag Ende August 2019 ausgelaufen ist“, kritisierte Verdi-Verhandlungsführerin Martina Grundler.

Der Arbeitgeberverband der Versicherungsunternehmen, AGV, teilte mit, in der ersten Runde habe der Meinungsaustausch über die Entwicklung der Wirtschaft im Mittelpunkt gestanden. Die Höhe der Lohnforderung der Gewerkschaft habe den AGV überrascht, sagte Verhandlungsführer Andreas Eurich.

Verdi war mit der Forderung nach sechs Prozent mehr Gehalt in die Tarifverhandlungen gegangen. Eurich betonte, dies sei deutlich zu hoch und spiegele nicht die Rahmenbedingungen der Branche wider. Der Annäherungsprozess zwischen dem Arbeitgeberverband und den Gewerkschaften werde schwierig. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 30. Oktober in Hannover geplant. Verdi will auch durchsetzen, dass die Beschäftigten von Versicherern wie Allianz, Ergo und Talanx künftig die Wahl haben, statt der Tariferhöhung zusätzliche freie Tage zu nehmen.

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