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Tarifverhandlungen Keine Tarif-Einigung bei öffentlichen Banken - Verdi droht mit Warnstreiks

Der Bundesverband öffentlicher Banken fordert die Abschaffung der Gehaltsaufstiege per Berufserfahrung. Das kritisiert die Gewerkschaft Verdi scharf.

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Die Arbeitgeber hatten Überarbeitung des Tarifvertrages gefordert und wollen dabei das Entgeltsystem neu gestalten. Quelle: dpa

Bei den Tarifverhandlungen für die rund 60.000 Beschäftigten der öffentlichen Banken verhärten sich der Gewerkschaft Verdi zufolge die Fronten. Die Arbeitgeber forderten harte Einschnitte bei den Einkommen der Beschäftigten, erklärte die Gewerkschaft am Donnerstag nach der zweiten Gesprächsrunde mit dem Bundesverband öffentlicher Banken (VÖB).

Der VÖB wolle eine Abschaffung der Gehaltsaufstiege per Berufserfahrung. Das Vorgehen des VÖB sei eine „offene Provokation gegenüber den Beschäftigten.“ „Es ist damit zu rechnen, dass wir nun sehr zeitnah zu ersten Warnstreiks aufrufen werden“, sagte Verdi-Verhandlungsleiter Jan Duscheck.

Die Arbeitgeber hatten Überarbeitung des Tarifvertrages gefordert und wollen dabei das Entgeltsystem neu gestalten. Das Vertragswerk solle leistungsgerechter, transparenter und moderner werden. Sie peilen zudem einen „Gehaltsabschluss mit Augenmaß“ an.

Der Deutsche Bankangestellten Verband (DBV) und Verdi wollen in den Gesprächen nicht nur mehr Lohn für die Mitarbeiter rausholen, sie setzen sich auch für tariflich festgelegte Regelungen zum Homeoffice ein. Der VÖB, zu dem unter anderem die Landesbanken, Landesbausparkassen sowie die Sparkassen-Fondsgesellschaft Deka gehören, lehnte indes pauschale Vorgaben für mobiles Arbeiten ab.

Zudem fordert die Gewerkschaft 4,5 Prozent mehr Gehalt. Der DBV fordert eine Erhöhung um 4,8 Prozent sowie die Verkürzung der Wochenarbeitszeit um eine Stunde auf 38 Stunden. Die Gespräche sollen nun am 19. Oktober fortgesetzt werden.

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