Tarifverhandlungen Verdi kündigt bundesweite Warnstreiks bei der Postbank an

Am Freitag streiken alle Filialen, Callcenter und Standorte der Postbank. Die Gewerkschaft Verdi will den Druck auf der Arbeitgeberseite im Tarifkonflikt erhöhen.

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Verdi hatte für etwa 15.000 Postbank-Mitarbeiter sechs Prozent mehr Geld sowie eine Corona-Prämie von bis zu 1500 Euro gefordert. Quelle: dpa

Im Tarifkonflikt bei der Postbank ruft die Gewerkschaft Verdi kurz vor der dritten Verhandlungsrunde zu bundesweiten Streiks am Freitag auf. Einbezogen seien dann alle Postbankfilialen, die Callcenter der Postbank sowie die Postbank-Standorte, teilte Verdi am Donnerstag mit. In den Filialen und bei den Callcentern solle auch am Samstag gestreikt werden.

Verdi wolle mit diesem bislang größten Ausstand kurz vor der neuen Gesprächsrunde am Dienstag den Druck auf die Arbeitgeberseite erhöhen. Deren bisheriges Angebot sei inakzeptabel, erklärte die Gewerkschaft. Die Verhandlungen für die rund 15.000 Beschäftigten der zur Deutschen Bank gehörenden Postbank hatten in der zweiten Runde im Februar keine Fortschritte gebracht.

„Die Beschäftigten der Postbank erwarten am Dienstag ein Angebot der Arbeitgeberseite, das der hohen Inflation bei gleichzeitig hohen Gewinnen der Deutschen Bank Rechnung trägt, erklärte Verdi-Verhandlungsführer Jan Duscheck.

Die Deutsche Bank hatte in der zweiten Verhandlungsrunde ein erstes Gehaltsangebot vorgelegt. Es sieht unter anderem die stufenweise Anhebung der Gehälter in zwei Schritten um insgesamt 4,9 Prozent vor. Verdi zufolge hat es eine Laufzeit von 36 Monaten und enthält neun Nullmonate. Die Gewerkschaft war mit einer Forderung von sechs Prozent mehr Gehalt in die Verhandlungen gezogen.

Die Beschäftigten sollen nach den Vorstellungen von Verdi zudem einen Corona-Ausgleich von 1500 Euro bekommen. Ein wichtiges Thema in den Verhandlungen ist zudem das mobile Arbeiten.

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