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Apple-Mitgründer Steve Wozniak "Computer brauchen Fans"

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Sie haben drei Kinder. Wie haben Sie die an die Welt der Computer herangeführt?

Mein ältester Sohn, Jesse John, liebt die Mathematik, er begreift alles in der vollen Tiefe. Mit zwei Jahren hat er zum ersten Mal am Computer gesessen, danach hat er bisweilen den ganzen Tag dort verbracht, um zu spielen. Aber mit seinen eigenen, selbst geschriebenen Programmen. Es war unglaublich, zu sehen, dass er schon so früh in der Lage war, derart logische Strukturen aufzubauen. Meine anderen beiden Kinder, Sara Nadine und Stephen aber sind völlig normal.

Was haben Sie Ihre Kinder über Computer, Internet oder Technik allgemein gelehrt?

Wenig. Ich möchte, dass sie die Fähigkeit besitzen, Freude in ihrem Leben zu empfinden: Sie sollen eigene Wege und Lösungen finden. Das ist, denke ich, der größte Schlüssel zum Glücklichsein. Einen Computer braucht man dafür nicht.

Eigentlich wollten Sie Lehrer werden.

Ja, und diesen Traum habe ich mir auch erfüllt: Nachdem ich das operative Geschäft von Apple verlassen hatte, habe für acht Jahre Kinder unterrichtet. Das wurde allerdings nie öffentlich gemacht.

Als Sie angefangen haben, Computer zu bauen, war alles neu. Vermissen Sie diesen Pioniergeist von damals?

Oh ja. Ich hatte in jener Zeit längst entschieden, dass ich für den Rest meines Lebens ein Ingenieur sein wollte, der Kreisläufe entwickelt, die dann irgendwelche Dinge in Gang setzen. Ich wollte immer der Beste sein. Aber schließlich hat mich die Realität eingeholt. Ich musste mich mit dem wachsenden Erfolg von Apple immer mehr mit anderen Dingen beschäftigen. Für die geliebte Arbeit fehlte die Zeit. Mir wurde plötzlich klar, dass ich nicht mehr der einfache Ingenieur sein konnte. Das vermisse ich.

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