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Apple Neues iPhone: Mehr Saft und bessere Bilder

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Apple Worldwide Developers Quelle: AP

Fantastisch ist die Bildqualität bei Außenaufnahmen unter guten Lichtverhältnissen – sie wird Digital-Kompaktkameras Konkurrenz machen. Zumindest laut den Ausdrucken zu urteilen, die iPhone Produktmanager Eric Jue wiwo.de im Anschluss an die Eröffnungsrede zeigte. Die Aufnahmen in DIN-A4-Größe von der Golden Gate Bridge und einer mit Wassertropfen versetzten Rose waren in Sachen Detail, Farben und Kontrast ausgezeichnet. Jue versicherte, dass die Bilder ohne Nachbearbeitung direkt aus einem der neuen iPhones stammen. Auch das Video einer Strandszene war detailreich, scharf und farbecht. Das iPhone 3G S erlaubt das Herausschneiden und Versenden einer Videoszene, allerdings nur eine zusammenhängenden Sequenz.

Die neuen Kamera- und Videofunktionen sind dem iPhone 3GS vorbehalten. Die Kameras der älteren Generation lassen sich laut Apple nicht via Software upgraden. „Es ist nicht nur Software, das iPhone 3G S hat zusätzliche Hardware für die Funktionen“, erklärt Jue. Was merkwürdig ist, denn mit dem Abspielen von Videos kommen auch die ersten beiden Generationen des iPhones glänzend zurecht. Der Verdacht liegt nahe, dass die verbesserte Kamera nebst Videofunktion ein Köder ist, um bestehende iPhone Kunden zum Umstieg auf die neueste Generation zu bewegen.

Bluetooth und USB endlich möglich

Die Entscheidung dazu ist nicht einfach. Zumal Apple sich großzügig mit seinem neuen iPhone-Betriebssystem 3.0 zeigt, das am 17. Juni weltweit zum Download bereitsteht. Das Update ist für alle iPhone-Nutzer kostenlos. Es liefert eine Fülle von zusätzlichen Funktionen und haucht auch betagten Geräten wieder neues Leben ein, darunter auch das Ausschneiden und Kopieren von Informationen, was es eigentlich schon seit der ersten Generation hätte haben müssen. Ein weiteres Plus für Nutzer: Die Tastatur lässt sich nun in allen Programmen auch im Querformat nutzen, was die Tasten breiter macht und damit leichter mit den Fingern zu treffen.

Endlich ist es auch möglich, das iPhone via Bluetooth oder USB-Kabel als Modem fürs Notebook zu nutzen – eine Selbstverständlichkeit bei anderen Smartphones. Diese Funktion war bislang auf Betreiben der Mobiltelefongesellschaften gesperrt. Bislang ließen sich nur Songs direkt über das iPhone kaufen. Mit dem Update ist das nun auch bei Videos, Filmen und Hörbüchern möglich.

Wichtig vor allem für Geschäftskunden: Informationen lassen sich jetzt aus der Ferne komplett löschen. Der Standort des iPhone lässt sich über den Computer orten, bei Bedarf sogar ein Tonsignal auf dem Gerät aktivieren, selbst wenn es auf Ruhe gestellt ist. Das funktioniert sogar in den eigenen vier Wänden. Doch diesen Komfort gibt es nur mit dem Mobileme-Webservice von Apple, der 79 Euro im Jahr kostet.

Lohnt sich also der Umstieg auf das iPhone 3G S? Für Besitzer des im vergangenen Juli eingeführten iPhone 3G wahrscheinlich nicht. Es sei denn, sie legen Wert auf die verbesserte Kamera und ihre Videofunktion.

Für Nutzer der ersten iPhone Generation, deren Originalvertrag gerade ausläuft, ist die Entscheidung einfacher. Sie bekommen ein flottes UMTS-Telefon, mit leistungsfähigerem und vor allem frischen Akku, eingebautes GPS, Kompass, Sprachsteuerung und wesentlich mehr Speicher.

Schwieriger ist die Entscheidung für Neusteiger. Das iPhone setzt ohne Zweifel bei Smartphones Maßstäbe. Aber es ist auch recht teuer. Zwar hat Apple den Preis für sein Einstiegsmodell halbiert. Doch der ist unerheblich. Denn das eigentlich teuere sind die monatlichen Kosten. Wer vorrangig telefoniert und SMS schreibt, für den ist das iPhone noch immer ein teuerer Luxus. Und bei der Gesprächsqualität war das iPhone zumindest bislang nur Mittelmaß.

Ob das beim iPhone 3G S anders ist, müssen erst Produkttests zeigen. Etwas Geduld lohnt sich hier auf jeden Fall.

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