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Autobauer Alois Ruf "Hybrid ist Unsinn"

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Weltweit wurden über 1600 Tesla verkauft, in Deutschland knapp 150. Welche Stückzahl peilen Sie an?

Das hängt ganz davon ab, wie die Produktionskosten für die Fahrzeuge künftig ausfallen werden. Schon die Rohkarosserie ist bei uns deutlich teurer als beim Tesla. Im Feldversuch haben wir für Siemens drei Fahrzeuge auf Basis des Porsche Cayenne aufgebaut. Wir haben die Absicht, auch auf diesem Modell E-Fahrzeuge aufzubauen. Welche Stückzahlen dabei herauskommen, hängt davon ab, wie schnell und gut wir das Konzept umsetzen können.

Können Sie mit einer Kleinserie überhaupt Geld verdienen?

Momentan nicht. Aber ich sehe unser Engagement als nachhaltige Investition in eine Antriebstechnologie, die nicht nur durch ihr geballtes Drehmoment aus dem Stand das Herz eines jeden Sportwagenfahrers höher schlagen lässt, sondern die auch ökologisch richtig und sinnvoll ist.

Andere Autohersteller setzen zunächst auf den Hybridantrieb mit Elektro- und Verbrennungsmotor, weil dessen Reichweite nicht durch eine Batterie begrenzt ist. Ist das nicht der bessere Antrieb?

Der Hybrid überzeugt mich nicht, weil ich zwei Antriebsarten spazieren fahren muss. Das ist Unsinn. Das Einzige, was ich mir für die Übergangszeit vorstellen könnte, bis die Ladeinfrastruktur und leistungsfähigere Batterien da sind, ist die Lösung, im Elektrofahrzeug einen kleinen Motor als Reichweiten-Verlängerer unterzubringen.

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