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Cebit 2014 T-Systems plant massiven Personal-Abbau in Deutschland

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Massive Umstrukturierungen

Fujitsu streicht 400 Jobs
Fujitsu Der japanische Elektronikkonzern Fujitsu will einem Zeitungsbericht zufolge in Deutschland 400 bis 500 Arbeitsplätze abbauen. Eine endgültige Entscheidung solle nach Verhandlungen mit den Beschäftigten fallen, berichtete die japanische Wirtschaftszeitung "Nikkei". Insgesamt beschäftigt der Konzern hierzulande 12.000 Menschen. Die Stellenstreichungen beträfen hauptsächlich Entwicklung und Informationstechnik. Bereits am Dienstag hatte der Konzern bekanntgegeben, in Großbritannien 1800 Jobs zu streichen. Das entspricht 18 Prozent der Belegschaft dort. Insidern zufolge könnte sich Fujitsu künftig auf IT-Dienstleistungen konzentrieren. Mit dem weltgrößten Computer-Hersteller Lenovo verhandelt das Unternehmen offenbar über einen Verkauf des PC-Geschäfts von Fujitsu. Quelle: REUTERS
Lufthansa Technik Quelle: dpa
DAK Gesundheit Quelle: dpa
EnBWDer Energieversorger baut weiter Stellen ab: Die Energie Baden-Württemberg werde sich aus dem Strom- und Gasvertrieb an Großkunden der Industrie zurückziehen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Davon seien 400 Beschäftigte betroffen, denen ein Aufhebungsvertrag oder ein alternativer Arbeitsplatz im Konzern angeboten werde. Auch im Privatkundengeschäft, der Energieerzeugung und der Verwaltung steht demnach Stellenabbau bevor, der noch nicht beziffert wurde. In den vergangenen zwei Jahren waren bereits rund 1650 Stellen weggefallen. Quelle: dpa
Intel Quelle: REUTERS
Nokia Quelle: dpa
Der IT-Konzern IBM plant in Deutschland offenbar einen massiven Stellenabbau Quelle: dpa

Gerade in der Frage der Energiekosten und den damit zusammenhängenden Fragen der Energiewende fordert Clemens von der Politik schnelle Entscheidungen. „Wir werden hier noch ausgebremst“, sagt er.

Weiterhin baut T-Systems das Kundenangebot in der IT-Sicherheit aus. Neben Verschlüsselungsangeboten soll auch eine „Clean Pipe“, also ein reiner Datentransfer möglich gemacht werden. Eine erste Version wurde erst kürzlich veröffentlicht. Dabei werden Daten nicht nur komplett verschlüsselt weitergegeben. „Die Daten werden bereits im Telekom-Rechenzentrum nach Viren gefiltert“, erklärt Clemens. So würden nur noch die sauberen Daten weiter gegeben.

Auch von der Mobilen Datensicherheit verspricht sich der T-Systems-Chef Wachstum. „Wir bieten schon länger einen Chip an, mit dem sich Telefonanrufe und Kurznachrichten verschlüsseln lassen“, sagte Clemens mit einem Seitenhieb auf Vodafone. Der Konkurrent hatte auf der Cebit mit viel Brimborium seine neue Kooperation mit Secusmart vorgestellt und das neue Produkt als "Kanzler-Handy für alle" beworben.

Bei den intelligenten Netzen profitiere T-Systems derzeit vor allem von vernetzten Autos. Bereits heute hat das Unternehmen 200 Millionen Euro Umsatz mit Vernetzungs-Lösungen verdient. „Bis 2015 sollen es eine Milliarde Euro werden“, so Clemens. Derzeit hat die Telekom etwa 500.000 Fahrzeuge vernetzt. Dabei setzt der Konzern vor allem auf einen Stecker, der sich dank der Diagnose-Schnittstelle im Auto problemlos einsetzen lässt. „Darüber kann der Kunde freiwillig seine Daten an seine Werkstatt übermitteln“, sagt Clemens. Der Vorteil: Die Experten erkennen so frühzeitig, ob ein Reifenwechsel, Kontrollen oder Reparaturen anstehen. So kann die Werkstatt dem Kunden einen Termin proaktiv vorschlagen.

In Arbeit
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Auch im Bereich der Krankenhaus-Informationssysteme arbeite T-Systems an Lösungen, wie zum Beispiel Röntgenbilder verschlüsselt übertragen werden können. Ebenso verstärkt die Telekom-Tochter ihr Engagement im Bereich der Machine-to-Machine-Kommunikation. Im April startet das Unternehmen dazu ein Pilotprojekt mit Rewe-Mitarbeitern in Bonn. Sie sollen Waren, die sich langsam dem Ende neigen, abfotografieren und so per Smartphone bestellen können. Zu Test- und Marketingzwecken werden die Waren dann aber zur Telekom-Zentrale geschickt.

„Wir stehen vor einer massiven Umstrukturierung“, stellt Reinhard Clemens fest. Nur wenige der Stellen, die bei T-Systems abgebaut werden sollen, würden in diesen neuen Segmenten untergebracht werden können.

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