WiWo App 1 Monat für nur 0,99 €
Anzeigen

Cyber-Kriminalität Datendiebe außer Kontrolle

Seite 2/2

Firmen investieren erst nach Angriff in Schutz

Doch in den Augen von KPMG-Experte Geschonneck investieren die Firmen immer noch zu wenig in die Prävention und die Erkennung von Attacken aus dem Netz. Vor allem aber würden viele erst dann den Geldbeutel öffnen, wenn sie bereits angegriffen worden seien: „Im Schnitt investieren die Unternehmen 118.000 Euro in die Vorbeugung. Firmen, die bereits von Cybercrime betroffen sind, geben aber 200.000 Euro mehr aus.“ Betriebswirtschaftlich sei es fragwürdig, erst dann zu investieren, wenn der Schaden bereits entstanden ist.

Ein weiteres Problem: Für alle möglichen Notfälle wie etwa einen Blitzeinschlag oder einen Wassereinbruch im Rechenzentrum gebe es heute Notfallpläne, nicht aber für einen Angriff aus dem Netz. Häufig mangelt es laut Geschonneck an den elementarsten Informationen. „Wenn der Laptop des Vorstandsassistenten abhandenkommt, ist es wichtig zu wissen, was auf dem Gerät überhaupt für Daten liegen. Die Informationen fehlen aber häufig.“ Kernproblem ist dabei der „Faktor Mensch“.

Zwar haben die Unternehmen ihre Schulungen massiv ausgebaut und die Mitarbeiter sensibilisiert. Aber wenn der Anruf von einem angeblichen Kollegen der IT-Abteilung kommt, der nach dem Passwort fragt, klappt das immer noch häufig, beklagt Geschonneck: „Das ist auch der Grund, warum Unternehmen das Thema E-Crime nicht endgültig beherrschen können.“

Inhalt
Artikel auf einer Seite lesen
Zur Startseite
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%