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Deutschland Wer an den Zellen forscht

Seit das Stammzellgesetz in Kraft ist, wurden in Deutschland 25 Projekte genehmigt.

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Der deutsche Quelle: AP

Wie ein Weihnachtsgeschenk muss es Oliver Brüstle vorgekommen sein, als er am 20. Dezember 2002 vom Robert-Koch-Institut die Genehmigung erhielt, mit menschlichen embryonalen Stammzellen forschen zu dürfen. Dafür hatte der Bonner Neurologe über zwei Jahre gekämpft. Inzwischen hat er drei weitere Genehmigungen erhalten. Alle vier Projekte drehen sich um die Zucht von Nervenzellen, mit denen einmal Lähmungen, Alzheimer oder Parkinson kuriert werden sollen.

Jürgen Hescheler erhielt die zweite der bisher 25 Genehmigungen, denen zwei weitere folgten. Der Kölner Neurophysiologe will Herzmuskelzellen züchten, um Infarktpatienten zu kurieren. Dasselbe versucht der Münchner Kardiologe Wolfgang-Michael Franz.

Das Unternehmen ProteoSys in Mainz entwickelt einen Test, der die Wirkung schädlicher Substanzen auf Nervenzellen zeigen soll. Das Max-Planck-Institut (MPI) für Biophysikalische Chemie in Göttingen darf Nervenzellen züchten, um die Krankheit Parkinson besser zu verstehen.

Vier Genehmigungen gingen nach Berlin: Am Max-Delbrück-Centrum (zwei Projekte), der Charité und dem MPI für Molekulare Genetik geht es um Grundlagenforschung und die Zucht von Leberzellen. Heinrich Sauer in Gießen versucht Herzgewebe zu gewinnen, genau wie Wolfram-Hubertus Zimmermann aus Hamburg. Sigurd Lenzen in Hannover will Insulin produzierende Zellen für Zuckerkranke herstellen.

Francis Stewart untersucht in Dresden, wie Stammzellen gentechnisch verändert werden können. Wie sie am besten eingefroren werden, erforscht das Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik in St. Ingbert.

An der Universitätsklinik in Rostock wird am Zellersatz bei neurodegenerativen Erkrankungen gearbeitet. Hans Schoeler sucht in Münster nach Faktoren, die Körperzellen zu Stammzellen werden lassen. Marcel Leist entwickelt in Konstanz ein Testsystem für Chemikalien.

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