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Die Technik-Highlights der Woche Computer auf Schrumpf-Kur

Klein, integriert, kompakt – das ist der gemeinsame Nenner der Produkte, die der wiwo-Redaktion diese Woche aufgefallen sind. Mit von der Partie sind ein Desktop-PC, ein Heimkino-System und sogar ein Autoschlüssel.

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Asus-Rechner mit Touchscreen

Highlight Touchscreen: Den Kompakt-PC von Asus steuert der Besitzer per Stift oder mit dem Finger auf dem Display.

Nachdem seit einigen Monaten so genannte Netbooks, superkompakte Mini-Laptops, die Herzen der Kunden erobern, sind jetzt die Desktop-PCs dran. Trendsetter Asus hat einen Komplettrechner mit Touchscreen im Angebot, den Eee Top.

Schon das Display fällt mit 15,6 Zoll klein aus, üblich sind heute Monitore um die 20 Zoll. Das Highlight ist die Touchscreen-Technik. Der Anwender kann per Finger oder mit einem Stift Programme starten oder Fenster verschieben. Und auch die Technik unter der Haube kann sich sehen lassen: Im Eee Top stecken ein aktueller Atom-Prozessor von Intel sowie ein Gigabyte Arbeitsspeicher, Gigabit-Ethernet, WLAN, eine 160 Gigabyte große SATA-Festplatte und eine Webcam.

Auch Stereolautsprecher und ein Mikrofonanschluss finden noch irgendwie Platz. Im November stehen die Geräte ab 500 Euro in den Läden. Rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft. Asus hofft, dass die kompakten PCs den Erfolg des Netbooks auf dem Desktop wiederholen. Das wird davon abhängen, wie sehr sich die Massen von der Touchscreen-Idee begeistern lassen.

Philips Mini-Heimkino-System

Heimkino-Sound im Kompaktformat: Philips Cinema One CTS4000

Auch im Heimkino werden die Geräte derzeit gnadenlos geschrumpft. So packt Philips gleich ein komplettes Heimkino-Soundsystem in ein Gehäuse, das nicht mal so groß ist wie ein Fußball. Das Cinema One CTS4000 beherbergt DVD-Player, 5.1-Verstärker, vier Lautsprecher, Subwoofer und einen iPod-Anschluss.

Den ganz großen Heimkino-Klang kann man hier natürlich nicht erwarten. Der Subwoofer hat nur einen Durchmesser von vier Zoll und die Gesamtausgangsleistung aller fünf Lautsprecher liegt bei 50 Watt. Immerhin ist die Elektronik auf dem aktuellen Stand und spielt alles ab, was im Heimkino Lärm macht: Dolby Digital, DTS, MPEG2 Multichannel, DivX, MPEG1/2/4 sowie WMV abspielen. Der Philips Cinema One CTS4000 ist ab sofort für rund 450 Euro im Handel erhältlich. Fazit: Nettes Soundsystem fürs Appartment.

Foto-Handy macht GPS-Stempel

Ortskundiges GPS-Handy: Bei jedem Foto speichert das Samsung i7110 ein Geotag ab.

Samsung bringt mit dem i7110 ein neues Smartphone, das mit GPS-Empfänger ausgestattet ist. Klar, eine Navigationsfunktion für Autofahrer und Fußgänger ist dabei. Aber es ist ein anderes Feature, das das Gerät besonders interessant macht. Die Fotos, die man mit der 5-Megapixel-Kamera schießt, werden mit einem so genannten Geotag abgespeichert. Das sind die aktuellen Ortsinformationen, die sich das Gerät beim Knipsen vom GPS-Empfänger holt. So können Nutzer die Fotos beispielsweise zu einem virtuellen Stadtrundgang zusammenbauen.

Aber auch für den schnellen Internet-Zugriff taugt das Gerät: UMTS mit schnellen Downloads via HSDPA und WLAN sind an Bord. Zu kaufen gibt es das i7110 noch vor Weihnachten, der Preis steht aber noch nicht fest.

Solid-State-Disks für Server

Schnell, klein und leise: Flashfestplatten gehört die Zukunft, momentan sind sie aber für Server noch zu teuer.

Festplatten sind die letzten Überbleibsel der Mechanik-Ära in aktuellen PCs. Doch das ändert sich bereits bei Notebooks, die immer öfter auch mit Flashfestplatten, so genannten Solid State Disks (SSD) angeboten werden. Deren Vorteile: Sie sparen Strom, sind leise und schnell. Intel will die SSDs jetzt auch für Server einsetzen. Das ist ungewöhnlich, weil Server, die in Firmen die Last des gesamten Datenverkehr tragen oder als Internet-Server Millionen von Zugriffen verkraften müssen, sehr viel Speicherplatz benötigen. Flashspeicher ist aber noch viel teurer als die Festplatte. Das scheint den Chiphersteller nicht zu stören. Die SSD-Reihe X25-E Extreme SATA SSD gibt es zunächst nur mit mageren 32 und ab Anfang 2009 dann mit 64 Gigabyte. Für eine 32-Gigabyte-Platte sind 620 Euro zu berappen. Da locken auch schnelle Zugriffszeiten und die von Intel besonders hervorgehobene Ausfallsicherheit nicht.

Apple im Update-Rausch

Der iMac soll vor allem durch schnellere Komponenten auf Vordermann gebracht werden, ein neues Design ist nicht in Sicht.

Der Erfolg des iPhone scheint Apple zu beflügeln. Kaum hat man einen neuen iPod ergattert, schon schiebt der Nobelhersteller eine neue Palette mit noch hipperen Farben, mehr Speicher oder größerem Display nach. Gerade wurden die Notebook-Serien MacBook und MacBook Pro aufpoliert. Beim Kompaktrechner iMac soll es jetzt Gerüchten zufolge weitergehen. Dabei geht es aber nicht um echte Neuheiten oder ein revolutionäres Design.

Apple will nach Insiderberichten einfach nur schnellere Komponenten einbauen. So dürften Zwei-Kern-Prozessoren wie im MacBook in den neuen iMacs auftauchen. Ob es einen Highend-iMac mit vier Kernen geben wird, wird derzeit unter Fans heiß diskutiert. Das Gemurmel aus der Gerüchteküche hält das Interesse an Apple so schön wach, dass man fast misstrauisch werden könnte. Streut da vielleicht ein PR-Mitarbeiter ("Gerüchte-Manager") gezielt hier und da Infos?

Autoschlüssel zum Bezahlen

Wenn es nach BMW und der Firma NXP Semiconductors geht, dann bezahlen Sie bald nicht mehr nur mit Ihrem guten Namen, sondern auch mit dem Autoschlüssel. Einen Prototypen haben die beiden Unternehmen schon parat. Der "Multifunctional Car Key" soll sich zum Beispiel für das Bezahlen von Parkhausgebühren nutzen lassen. So erspart man sich den lästigen Weg zum Kassenautomaten, man fährt einfach bis zur Schranke und dort begleicht der Schlüssel die Rechnung über eine Funkverbindung.

Noch ein neues Bezahlsystem? Das reißt niemanden vom Hocker. Deshalb soll der Autoschlüssel zusätzliche Komfortfeatures bieten. Egal ob man im eigenen oder im Leih-BMW sitzt, über den Schlüssel weist sich der Fahrer aus und alle Einstellungen, etwa die Liste der beliebtesten Radiosender oder die bevorzugte Innenraumtemperatur, werden wie von Geisterhand vorgenommen. Im Schlüssel steckt übrigens der Sicherheits-Chip SmartMX der Philips-Tochter NXP. Die Technik wird auch im elektronichen Reisepass verwendet und gilt als besonders sicher.

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