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Die Technik-Highlights der Woche Internet schlägt TV

Microsoft hat in dieser Woche das Fernsehen für tot erklärt. Ab Juni nächsten Jahres sollen die Menschen erstmals mehr Zeit im Netz als vor der Glotze verbringen. Kein Wunder behaupten böse Zungen, denn Spielfilme lassen sich jetzt auch via Apple iTunes laden. Dabei gibt es neben TV und Internet so viele weitere Technik-Highlights, etwa für bessere Fotos, realistischere Spiele, schnellere Datenübertragung und ambitionierte Musikliebhaber.

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Präziser Schmettern

Mit Motion Plus soll der Controller der Nintendo Wii noch präziser auf Bewegungen reagieren Quelle: Nintendo

Wer beim Abendspaziergang in beleuchteten Wohnzimmern wild umherspringende Menschen sieht, sollte nicht sofort die Polizei rufen. Es könnte nämlich sein, dass die Bewohner nur mit der Spielekonsole Nintendo Wii ein Tennis-Doppel spielen.

Das Besondere an dem Gerät ist, dass die Spiele nichts für Couchpotatoes sind. Denn gespielt wird mit einem Controller, der die tatsächlichen Bewegungen im Spiel umsetzt. Das bedeutet: Eine Rückhand schlagen Spieler nicht über eine Tastenkombination, sondern sie simulieren einen echten Schlag. Für das Steuergerät soll es ab Mitte Juni eine Erweiterung namens Motion Plus geben. Mit dem Aufsteckmodul sollen sich Bewegungen deutlich präziser erfassen lassen. Der Preis steht noch nicht endgültig fest, soll aber um die 20 Euro betragen.

Kinofilme bei iTunes

Neben Musik und TV-Serien hat Apple via iTunes jetzt auch in Deutschland Spielfilme wie den aktuellen James Bond "Ein Quantum Trost" im Angebot. Rund 500 Filme stehen aktuell zum Abruf bereit. Laut Apple sollen neue Titel am Tag der DVD-Veröffentlichung auch online zu haben sein. Von iTunes können die Filme auf iPod, iPhone, Mac oder PC übertragen werden.

Über Apple TV lassen sich die Filme auch auf dem Fernseher anschauen. Die Preisstruktur ist etwas verwirrend: Neuheiten kosten 14 Euro, aktuelle Filme 10 Euro und ältere Machwerke 8 Euro. Wer sich Spielfilme lieber ausleiht, kann das für 3 bis 4 Euro je nach Aktualität tun, muss aber innerhalb der nächsten 30 Tage dann denn Film gucken. Hat man einmal mit dem Film begonnen, bleiben nur noch 48 Stunden dann läuft die Leihfrist ab.

Schneller Funken

Der neue Bluetooth-Standard soll Datenübertragungen beschleunigen Quelle: Bluetooth Special Interest Group

Datenübertragung ohne Kabel ist praktisch und bei den Käufern beliebt. Neben dem bekannten WLAN gibt es für Kurzstrecken den Standard Bluetooth. Mit dieser Funktechnik koppelt man etwa Headsets an Freisprecheinrichtungen. Das klappt auch ganz gut, nur die Datenübertragung ist mit 2,1 MBit pro Sekunde recht langsam.

Das soll sich bald ändern, denn die zuständige Bluetooth Special Interest Group will in diesen Tagen eine neue Spezifikation für Bluetooth 3.0 zeigen. So sollen sich bis zu 300 MBit pro Sekunde übertragen lassen. Möglich macht das die Einbindung von WLAN. Per WLAN soll man sich aber nur zu einzelnen Geräten verbinden können, um etwa Daten zwischen Handy und Notebook auszutauschen.

Schöner Knipsen

Das Display der Nikon D5000 lässt sich flexibel drehen Quelle: Nikon

Da die meisten Handys mittlerweile mit eigener Digitalkamera verkauft werden, bauen Kamerahersteller immer mehr Profi-Funktionen in Geräte für Normal-Knipser ein. Neue digitale Spiegelreflexkameras wie die Nikon D5000 sollen als Familienkameras Erfolg haben. Die Kamera hat einen neig- und drehbaren Monitor mit dem man beim überfüllten Schulfest auch über die Köpfe der anderen Eltern hinweg gute Bilder von den Kindern zustande bringt.

Außerdem zeichnet die Kamera auch Videos in HD-Qualität auf. Auf der Habenseite stehen 12,3-Megapixel, ein ISO-Bereich von 200 und 3.200, 19 Motivprogramme und ein HDMI-Ausgang zum Anschluss an den Fernseher. Die Nikon D5000 soll ab Anfang Mai 2009 im Handel erhältlich sein, ab 750 Euro geht die Preisliste los.

Genauer Spielen

Ein Merkmal an dem man einen professionellen Spiele-PC erkennt ist die Maus. Normale Büromäuse sind nämlich für präzise und schnelle Bewegungen ungeeignet. Microsoft hat mit der SideWinder X3 Mouse eine neue Spiele-Maus im unteren Preissegment am Start.

Der Lasersensor der Maus arbeitet mit der hohen Auflösung von 2.000 dpi und einer Abtastrate von über 7.000 Frames in der Sekunde; das bedeutet eine sehr genaue Steuerung, um auch in wilden Spielsituationen einen kühlen Kopf zu bewahren. Die Empfindlichkeit lässt sich mittels Windows-Treiber beim Spielen zwischen hoch, mittel oder gering umschalten. Außerdem hat die Maus fünf programmierbare Tasten. Microsofts SideWinder X3 soll ab Ende April für rund 40 Euro zu haben sein.

Besser Hören

In-Ear-Kopfhörer dämpfen Umgebungsgeräusche stark ab Quelle: Logitech

Vor einigen Jahren war es für Musikliebhaber noch undenkbar, Klassikkonzerte auf iPod & Co. zu genießen. Mittlerweile geht das ganz gut, wenn man bessere Kopfhörer nachrüstet. Gegen störende Umgebungsgeräusche etwa helfen sogenannte In-Ear Ohrhörer, die direkt im Gehörgang platziert werden. Neu von Logitech sind die Ultimate Ears 700: Wer bereit ist rund 180 Euro für Kopfhörer auszugeben, der kriegt eine zusätzliche Schalldämpfung sowie mehrere Aufsätze, damit die Ohrstöpsel auch wirklich perfekt sitzen.

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