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Die Technik-Highlights der Woche Kleine Helfer mit großer Wirkung

Schneller, höher, weiter – das war gestern. Heute ist weniger mehr. Etwa ein PC, der selbst ohne Stromverbrauch noch funktionsfähig ist. Ein weiteres Technik-Highlight dieser Woche: Navis, die den Beifahrer ersetzen.

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Navi ersetzt Ehepartner

Gebäude in Großstädten zeigt das Navigon 7310 in 3D-Darstellung an Quelle: Navigon

Was war das früher für ein Stress bei der Fahrt in den Urlaub. Papa sitzt am Steuer und Mama liest die Karte, eine explosive Mischung. Mama sagt immer nur "da hinten hättest Du abbiegen müssen", während Papa überall geniale Abkürzungen kennt. Wer heute in den Urlaub fährt, hat fast immer ein Navi dabei und die sind cleverer als Papa und Mama zusammen. So bringen die neuen Geräte von Navigon einen digitalen Lotsen mit, der frei formulierte Sätze versteht.

Im Klartext: Der Sprachbefehl "Bring uns zur Müllerstraße 23 in München" sollte vom Gerät als Zieleingabe verstanden werden. Die neuen Modelle berücksichtigen außerdem den individuellen Fahrstil des Nutzers. Wer lieber Landstraße fährt, wird seltener zur Autobahn geschickt. Gibt es mehrere Alternativen, dann berücksichtigen die Navigon-Geräte auch Tageszeit und Wochentag, sonst landet man am Ende noch in der Rushhour einer anderen Stadt. Ein weiteres Highlight ist das neue City View3D: Gebäude in europäischen Großstädten werden dabei dreidimensional darstellt. Navigon bringt die neuen Geräte ab dem zweiten Quartal 2009 in den Handel. Das Topmodell Navigon 7310 kostet 349 Euro.

USB-Stick für sicheres Online-Banking

Bankgeschäfte vom PC aus sind immer mit einem gewissen Restrisiko verbunden. Hat sich vielleicht doch ein Schädling auf dem PC eingenistet, der die Eingaben mitprotokolliert? Ein Expertenteam des IBM Forschungslabors Zürich hat einen Security-USB-Stick entwickelt, der selbständig eine direkte, sichere Verbindung zum Online-Banking-Server der Bank aufbaut. Der Zone Trusted Information Channel hat einen kleinen Bildschirm sowie Steuerungstasten eingebaut.

Doch keine Angst, Sie müssen Überweisungen künftig nicht über den USB-Stick eingeben. Stattdessen können wie gewohnt die Online-Formulare der Bank ausgefüllt werden. Doch alle Transaktionen werden auf dem Mini-Display nochmals angezeigt und müssen direkt bestätigt werden. So können Sie sicher sein, dass kein Hacker die Daten vor dem Absenden manipuliert hat. Der Stick soll auf allen Betriebssystemen funktionieren. Wann er auf den Markt kommen soll, steht noch nicht fest. Erste Prototypen stehen für interessierte Banken bereit.

Mini-PC mit eingebautem Netzwerkspeicher

Asus EeeNAS PC: Computer und Netzwerk-Speicher in einem Quelle: Asus

Digitale Bilder, Videos und Musik auf dem PC schrauben den Speicherplatzbedarf auch zuhause in astronomische Höhen. Will man dann noch von mehreren Geräten aus auf die Daten zugreifen, braucht man einen Netzwerkspeicher (Network Attached Storage, NAS). Asus hat so ein Speicherwunder jetzt in einen Mini-PC integriert. Bis zu 2 Terabyte Datenspeicher packt der Hersteller in den EeeNAS PC. Und robust soll der kleine Zwerg außerdem sein, denn er wurde für 24-Stunden-Betrieb entwickelt.

Fällt etwa der Strom aus, springt eine eingebaute Versorgung an. Damit der EeeNAS PC auch im Wohnzimmer nicht stört, wurde auch noch drauf geachtet, dass er leise arbeitet. Laut Hersteller soll das Geräuschlevel bei 28dB liegen, etwas lauter als ein Flüstern. Eingebaut sind bereits ein DVD-Brenner, WLAN und 5 USB-Anschlüsse. Die Steuerung kann auch über ein Touch-Bedienfeld an der Vorderseite des Geräts erfolgen. Preise und Starttermin stehen noch nicht fest.

Zwei WLANs in einer Station

Zwei Funknetzwerke parallel bietet die WLAN-Basis von Apple Quelle: Apple

Wer zuhause mit mehreren PCs ins Internet will, macht das am besten über einen DSL-Router mit eingebautem WLAN. Mit den passenden Zugangsdaten ist man so schnell und unkompliziert im Internet, meistens jedenfalls. Denn es kann passieren, dass sich Geräte gegenseitig ausbremsen. Das passiert vor allem dann, wenn etwa Smartphones mit älteren Funkstandards und PC oder Notebooks mit aktuellen WLAN-Adaptern in einem gemeinsamen Netz funken.

Das Ende vom Lied: Auch die schnellen Geräte werden auf den Stand der älteren gebremst. Nicht so bei der WLAN-Basisstation AirPort Extreme 802.11n  von Apple, denn die funkt jetzt simultan in zwei verschiedenen Frequenzbändern (2,4 GHz und 5 GHz). Und eine weitere praktische Funktion beherrscht die Apfel-Basisstation: Über ein Gast-Netzwerk kann man einen zweiten Internet-Zugang einrichten, etwa für Freunde oder Kunden. Der Vorteil: Man muss seine eigenen Passwörter dann nicht verraten. Die neue AirPort Extreme Basisstation kostet 159 Euro.

Schneller schauen

Google weiß zwar fast alles, aber versteckt dieses Wissen oft wie eine Nadel im Heuhaufen. Wer nur nach einem "Rezept für Mürbeteig" sucht, wird von 77.000 Ergebnissen überschüttet. Aber wie filtert man klug? Ein kostenloses Zusatzprogramm für Firefox hilft. Das Tool Coolpreviews zeigt für Links und Bilder auf einer Webseite eine Vorschau an, und zwar ohne dass man sie explizit anklicken muss. Einfach mit der Maus kurz über einen Seitenverweis oder ein Foto gleiten und schon springt eine Preview auf. Man spart sich also beim Suchen die Klicks und vermeidet, dass man plötzlich in einem anderen Browser-Fenster surft.

PC mit 0 Watt

Im Ruhezustand verbraucht der Esprimo E7935 keinen Strom Quelle: Fujitsu Siemens Computers

Ein PC, der keinen Strom verbraucht? Das geht doch gar nicht. Geht doch, aber natürlich mit Einschränkungen. Wer ganz normal am PC arbeitet, der braucht auch mit den 0-Watt-PCs von Fujitsu Siemens Computers Energie. Das Besondere an den vorgestellten Geräten ist, dass sie im Ruhemodus wirklich nichts verbrauchen, aber trotzdem ansprechbar bleiben. Das ist zwar zuhause nicht so wichtig, denn schließlich kann man den PC auch einfach ausschalten, wenn er nicht gebraucht wird. In vielen Firmen werden aber Updates über Nacht eingespielt. Da die Verteilung dieser Software automatisch über das Netzwerk erfolgt, müssen die Mitarbeiter-PC erreichbar sein. Die 0-Watt-Funktion wird ab Sommer 2009 in ESPRIMO E7935 0-Watt und ESPRIMO P7935 0-Watt eingebaut sein.

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