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Die Technik-Highlights der Woche Microsoft gibt den Takt an

Microsoft will sein neues Betriebssystem Windows 7 so schnell wie möglich fertig bekommen und legt deswegen ein ungewohnt hohes Tempo vor. Soviel Enthusiasmus ist Sony suspekt, denn den weltweit ersten OLED-Fernseher bietet der Hersteller erst jetzt und mit mehr als einjähriger Verspätung in Deutschland an. Der Mittbewerb agiert dagegen routiniert und präsentiert schon jetzt manch innovatives CeBIT-Highlight.

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Erster OLED-Fernseher in Deutschland erhältlich

Teurer Flachmann: Der erste OLED-Fernseher Sony XEL-1 kostet mehr als 4000 Euro Quelle: Sony

Lange angekündigt, jetzt verfügbar: Den weltweit ersten OLED-Fernseher Sony XEL-1 gab es lange Zeit nur in Japan, doch nun ist die 11 Zoll große Mattscheibe auch hierzulande erhältlich. Mit OLED (Organic Light Emitting Diode) ausgestattete Bildschirme arbeiten weder mit TFT-Technik noch mit einer Bildröhre, sondern verwendet organische Leuchtdioden. Farben erscheinen auf dem XEL-1 deshalb wesentlich kontrastreicher als auf herkömmlichen Flachbildschirmen. Schöner Nebeneffekt: OLED-Displays sind auch wesentlich dünner – der Sony-Fernseher bringt es gerade einmal auf drei Millimeter Dicke und ein Gewicht von Kilogramm. Trotz seiner nativen Auflösung von 960 x 540 Pixel kommt der kleine Fernseher mit den HDTV-Signalen 1080p, 1080i, 720p, 480p sowie 480i problemlos zurecht und erhält sie über eine HDMI-Schnittstelle oder den integrierten Sat-TV-Tuner. Trotz seines brillanten Bildes und der fortschrittlichen Technik dürfte es der XEL-1 jedoch nur in wenige Haushalte schaffen, denn der Preis von 4300 Euro und die mickrige Bilddiagonale machen das Gerät nur für betuchte Technikfreaks interessant.

Personen-Ortung via Google

Wo befindet sich der beste Freund, sind die Kinder wirklich in der Schule und ist die Ehefrau schon auf dem Heimweg? Fragen wie diese beantwortet Google nun mit der kostenlosen Handy-Software Google Latitude für Google Maps. Das kostenlose Programm zeigt Mobiltelefonnutzern auf einer Karte an, wo sich Freunde und Verwandte gerade aufhalten. Anschließend genügt ein Klick auf deren Icon, um Sie zu kontaktieren. Zur Ortung nutzt Google das GPS-Modul von Handys oder deren WLAN-Funktion. Google Latitude läuft laut Anbieter auf vielen Blackberrys, Geräten mit Windows Mobile ab Version 5.0 oder Symbian S60. Künftig sollen auch Besitzer von iPhones und Android-Handys den Service nutzen können. Die Privatsphäre bleibt in jedem Fall gewahrt, denn zum einen müssen Anwender die betreffenden Personen allerdings erst zu Google Latitude einladen, um deren Standorte zu sehen. Zum anderen legt jeder Teilnehmer selbst fest, ob sein aktueller Aufenthaltsort übermittelt werden soll.

Verbesserter EeePC

Der jüngste Spross des beliebten Asus EeePC heißt 1000HE und ist deutlich leistungsstärker als seine Vorgänger Quelle: Asus

Der EeePC steht für eine Serie besonders preiswerter Mini-Notebooks und war laut Asus im Jahr 2008 überaus erfolgreich. Da verwundert es nicht, dass der Hersteller 2009 weiter Modellpflege betreibt und mit dem 1000HE nun eine Neuauflage vorgestellt hat. Diese wird einer Intel-CPU Atom N280 statt wie vorher üblich einem N270-Prozessor angetrieben und soll deswegen für höhere Leistung sorgen. Zudem bietet das Gerät laut Asus durch einen 8700-mAh-Akku samt Stromsparfunktion „Super Hybrid Engine“ eine überragende Laufzeit von mehr als neun Stunden. Mit an Bord sind außerdem eine 160-GByte-Festplatte, 1 GByte Arbeitsspeicher sowie Windows XP Home als Betriebssystem. Angesichts der Leistungsdaten ist der neue Eee-PC 1000HE mehr als nur einen Blick wert, wird aber derzeit nur in den USA angeboten. Hierzulande soll das Gerät rund 400 Euro kosten, einen Termin verrät Asus jedoch nicht.

Keine Vorratsdatenspeicherung bei QSC

Etappensieg: DSL-Provider QSC darf die Vorratsdatenspeicherung vorläufig aussetzen Quelle: QSC

Laut Gesetz sind Internetprovider spätestens seit Jahresbeginn dazu verpflichtet, die Verbindungsdaten ihrer Kunden aufzuzeichnen. Die dafür fälligen Kosten wollte der DSL-Anbieter QSC jedoch nicht übernehmen und hat dagegen Klage beim Verwaltungsgericht Berlin eingereicht. Tenor: Man will alles richtig machen, kann es aber nicht. So kritisierte QSC neben ungenauen Vorgaben bezüglich Vorratsdatenspeicherung auch, dass die Bundesnetzagentur keine Schnittstellen zu Sicherheitsbehörden bereitstelle. Der Klage hat das Verwaltungsgericht Berlin nun stattgegeben sieht es als verfassungswidrig an, wenn der Staat Investitionskosten für die Datenspeicherung nicht angemessen erstattet. QSC ist damit vorläufig von der Pflicht zur Vorratsdatenspeicherung entbunden. Nun liegt der Fall beim Bundesverfassungsgericht und wird wohl frühestens in einem Jahr endgültig entschieden. QSC dürfte in der Beliebtheitsskala vorsichtiger Internetnutzer damit schlagartig gestiegen sein.

Gerücht: Windows 7 schon Ende 2009 fertig

Microsoft treibt die Entwicklung von Windows 7 fleißig voran. Wie Chefentwickler Steven Sinofsky in seinem Blog mitteilte, soll es keine zweite Betaversion des Vista-Nachfolgers geben. Stattdessen will Microsoft gleich zum so genannten Release Candidate übergehen, also dem letzten Testkandidaten vor der endgültigen Version. Von einem genauen Termin ist im Blog zwar keine Rede, aber der Release Candidate von Windows 7 soll angeblich schon im April 2009 kommen und wie die bereits Anfang Januar herausgegebene Betaversion für einen öffentlichen Test bereitstehen. Damit könnte Windows 7 also schon im dritten Quartal 2009 in den Läden stehen. Das ist vom offiziellen Termin übrigens nicht weit entfernt, denn Microsoft hat sich für Windows 7 auf einen Zeitpunkt drei Jahre nach der Veröffentlichung von Vista festgelegt, also spätestens Anfang Januar 2010.

HDTV in Eigenregie

Der Toshiba Camileo H20 ist trotz seines niedrigen Preises ein vollwertiger HD-Camcorder Quelle: Toshiba

HDTV ist bei den öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern ARD und ZDF noch Zukunftsmusik und soll erst 2010 Realität werden. Wer nicht so lange warten will, kann hoch auflösende Filme kurzerhand selbst produzieren. Passende Camcorder wie den Toshiba Camileo H20 gibt es mittlerweile schon für wenig Geld. Videos zeichnet das auf lediglich 249 Euro veranschlagte Gerät mit bis zu 1440 x 1080 Pixel und 30 Vollbildern pro Sekunde auf und legt sie auf SD- oder SDHC-Karten ab. Anwender können ihre Werke über ein mitgeliefertes Programm wahlweise beim Videoportal Youtube einstellen. Zu den weiteren Ausstattungsmerkmalen des günstigen Camileo H20 gehören ein 5 Megapixel CMOS-Sensor, ein 5-facher optischer Zoom sowie ein drei Zoll durchmessendes Display.

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