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Die Technik-Highlights der Woche Schön und schnell

Schön und schnell sind die Highlights in dieser Woche. Und das ist auch nötig, wenn man etwa das Internet im Weltraum starten will. Doch keine Angst, superschnelle USB-Anschlüsse gibt es zuerst auf der Erde, passend dazu eine Uhr für SMS sowie eine Kamera, die Sie zu einem schöneren Menschen macht.

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Superschnell mit USB 3.0

Neue Kabel sind für die nächste USB-Generation nötig Quelle: USB Implementers Forum

Selbst wer sich überhaupt nicht für Computer-Technik interessiert, kann mit dem Kürzel USB etwas anfangen. Richtig, am Universal Serial Bus docken Digital-Kameras und MP3-Player am PC an. Jetzt sind alle Weichen für eine neue USB-Generation gestellt: Was in USB 3.0 steckt, hat Intel mit einigen Partnerfirmen auf fast 500 Seiten festgeschrieben. Die Hauptneuheit ist der neue Betriebsmodus namens SuperSpeed. Und dabei ist der Name Programm, denn die Datentransferraten sollen auf bis zu 300 MByte pro Sekunde steigen. Das ist immerhin fünfmal so schnell wie beim heute üblichen USB 2.0. Der Inhalt einer kompletten DVD wäre dann in weniger als 20 Sekunden eingelesen. Doch was ist mit den aktuellen Kameras, Musik-Playern und Festplatten, die noch am Vorgänger USB 2.0 hängen? Kein Problem, alle bestehenden Geräte können auch an den USB-3.0-Anschluss gesteckt werden – schneller werden sie dadurch aber nicht. Doch einen kleinen Haken gibt es an der Sache: Der superschnelle neue USB-Anschluss funktioniert nur mit neuen Kabeln. Wann die neue USB-Generation in PCs verbaut wird, steht noch nicht fest. Die Firma Symwave will jedoch in diesen Tagen schon ein entsprechendes Gerät auf einer Branchenmesse vorstellen.

Internet im Weltraum

Die US-Raumfahrtbehörde NASA hat nach eigenen Angaben in den letzten Wochen erfolgreiche Tests für das Internet im Weltraum durchgeführt. Für das interplanetare Web ist ein spezielles Übertragungsprotokoll nötig, das in ferner Zukunft Raumstationen, Satelliten, unbemannte Sonden, Roboterfahrzeuge, Bodenstationen, aber auch Bewohner von Mond- und Mars-Basen miteinander vernetzen soll. Die besondere Herausforderung dabei sind die weiten Entfernungen, die sich über Millionen oder gar Milliarden Kilometer erstrecken. Die Datenpakete wurden beim NASA-Versuch erfolgreich über insgesamt zehn Zwischenstationen übertragen. Jedoch befanden sich neun davon auf der Erde, einzige beteiligte Weltraumstation war die Raumsonde Deep Impact. Der nächste Testlauf startet im Sommer 2009. Dann sollen die Computer auf der Internationalen Raumstation ISS an das Netzwerk angeschlossen werden

Bildbearbeitung in der Kamera

Weniger Makel dank eingebauter Bildbearbeitung in Digitalkameras Quelle: Fotonation

Rote-Augen-Reduktion, weniger Bildrauschen und automatische Scharfstellung auf bekannte Gesichter: Digital-Kameras sorgen mit allerlei Technik-Tricks für bessere Fotos. Für alle, die nicht ausschließlich perfekt geschminkte Models fotografieren, hat Fotonation eine neue Software namens FaceEnhance parat, die eine automatische Gesichtsretusche vornimmt. Das Besondere: Dieses Programm ist nicht für den PC gedacht, sondern arbeitet direkt in der Kamera. Im ersten Schritt erkennt FaceEnhance Gesichter auf den geschossenen Fotos und entfernt danach Falten, Augenringe und Pickel. Das geschieht wie bei den roten Augen entweder automatisch oder manuell mit bereits aufgezeichneten Bildern. Wann diese Funktion in die erste Digicam-Modelle eingebaut wird, steht noch nicht fest.

SMS auf der Uhr

Lustig und teuer: Die neue Prada-Uhr zeigt SMS und eingehende Anrufe an Quelle: LG

LG hat noch pünktlich zum Weihnachtsgeschäft sein Prada-Handy neu aufpoliert. Interessanter als das Mobiltelefon ist aber die dazu passende Bluetooth-Uhr Prada Link. Klar, sie sieht edel aus und zeigt die Zeit an, ein Technik-Highlight wird sie aber erst durch das Zusammenspiel mit den Handy. Prada Link kann sich nämlich per Bluetooth-Funk mit dem Mobiltelefon abgleichen. Bei eingehenden Anrufen oder Kurzmitteilungen klingelt oder vibriert die Uhr. So sieht man am Handgelenk wer anruft und kann in langweiligen Meetings unauffälliger SMS lesen. Lustig, im Gegensatz zum Preis, denn der Hersteller will rund 300 Euro für die Uhr, das Prada Handy kostet 600 Euro.

Neuer Look für Firefox

Wer mit Firefox ins Internet geht, genießt die Geschwindigkeit und Stabilität. Doch die Entwickler rund um den kostenlosen Browser sind fleißig und haben bisher über 5.000 Erweiterungen entwickelt. Da fällt es schwer den Überblick zu behalten. Eine neue Webseite soll das ändern. Unter dem Namen "Fashion Your Firefox" werden die wichtigsten Erweiterungen für Firefox vorgestellt – und zwar nicht in ellenlangen Listen, sondern nach Nutzertypen sortiert. So gibt es den "Finder and Seeker", der immer auf der Suche nach den neuesten Web-Infos ist. Oder den "Rock Star", für den Musik und Internet zwei untrennbare Welten sind oder den "Shopaholic", der nichts lieber macht als die neuesten Schnäppchen im Web zu kaufen.

Kostenloser Virenschutz von Microsoft

Wenn es um Computer-Viren geht, ist Microsoft meist nicht weit. Der Grund: Mit Abstand die meisten digitalen Schädlinge stürzen sich auf Windows. Dabei gerät oft ganz in Vergessenheit, dass Microsoft selbst eine kommerzielle Sicherheits-Software namens OneCare im Programm hat. Doch diese schneidet in einschlägigen Tests meist eher dürftig ab und so will Microsoft OneCare nur noch bis zum 30. Juni 2009 anbieten. Damit die Computer-Nutzer aber nicht im Regen stehen bleiben, soll es zukünftig ein kostenloses Schutzpaket geben, das derzeit unter dem Codenamen "Morro" entwickelt wird. Zwar setzt Morro auf die gleiche Technik wie OneCare, nach Angaben von Microsoft soll der neue Virenschutz aber deutlich weniger Ressourcen brauchen. Die Entwicklung dauert aber noch, so soll der kostenlose Virenschutz erst in der zweiten Jahreshälfte 2009 fertig sein.

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