Abgeschlagen in der mobilen Nutzung Deutschland bei Internetnutzung nur Mittelmaß

Die Bundesregierung bemüht sich schon länger um den Breitband-Ausbau. Nach neuen UN-Zahlen ist Deutschland aber weiterhin weit von den Spitzenländern entfernt.

So schön sieht WLAN aus
Zu Hause, im Büro und an öffentlichen Plätzen: WLAN ist überall. Aber wie sehen die Wifi-Strahlen eigentlich aus, haben sich der Tech-Blogger Nickolay Lamm und die Astrobiologin M. Browning Vogel Ph.D von der Nasa gefragt. Also griffen sie sich Bilder der Gegend um die Washingtoner National Mall und legten darüber Muster, wie das drahtlose Internet aussehen könnte. Wifi-Wellen haben eine gewisse Höhe und einen bestimmten Abstand zueinander. Er ist kürzer als bei Radiowellen und länger als bei Mikrowellen, sodass eine einzigartige Übertragung entsteht, die nicht durch andere Signale unterbrochen werden kann. Verschiedene Sub-Kanäle werden hier in verschiedenen Farben dargestellt. Quelle: gigaom.com
Die entstandenen Bilder zeigen eindrucksvoll, wie sich die unterschiedlichen Frequenzen der WLAN-Strahlen in der Öffentlichkeit verhalten. Hier werden die Impulse als bunte Kugeln visualisiert. Die Quelle ist rechts im Bild zu sehen. Jede Farbe steht für einen eigenen Ausschnitt aus dem elektromagnetischen Feld. Wifi-Felder sind meist sphärisch (wie hier) oder ellipsenförmig und erstrecken sich an öffentlichen Orten bis zu 300 Meter. Quelle: gigaom.com
Dieses Bild soll zeigen, dass die Impulse etwa sechs Zoll voneinander entfernt sind. Es wird auch deutlich, warum ein öffentlicher Platz nicht immer gleich gut mit Netz abgedeckt ist. Quelle: gigaom.com
Wifi-Antennen können an Bäumen, Laternenmasten oder auf Gebäuden befestigt werden. Mehrere Antennen können das komplette Gebiet um die National Mall abdecken. Das Internet legt sich hier wie eine Decke auf den Platz. Quelle: gigaom.com
Internetwellen sind überall - das machen uns die Bilder eindrucksvoll klar. Aber allen Berichten über schädliche Wirkungen zum Trotz: Sie sind einfach wunderschön. Quelle: gigaom.com

Deutschland ist bei der Nutzung des Internets unter den Industriestaaten nur Mittelmaß. Nach dem am Wochenende in New York veröffentlichten Jahresreport der Internationalen Fernmeldeunion landet Deutschland zwar auf vorderen Plätzen von den fast 200 untersuchten Staaten der Welt. Viele Länder sind in den einzelnen Bereichen allerdings noch vor Deutschland - zum Teil selbst solche, die als Entwicklungsländer gelten.
Bei der Breitbandvernetzung landet Deutschland gerade noch unter den ersten zehn. Auf Platz neun liegt es in hinter Belgien und vor Großbritannien. Demnach verfügen 34 von 100 Bundesbürgern über schnelles Internet. An erster Stelle liegt hier die Schweiz mit 41,9 vor den Niederlanden und Dänemark mit jeweils etwa 39 Prozent.

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Beim mobilen Internet ist Deutschland allerdings mit Platz 40 weit abgeschlagen. Vor den Deutschen liegen Staaten wie Katar, Bahrain, Russland, Polen, Griechenland, Tschechien und selbst Kasachstan. Angeführt wird die Tabelle von Singapur, Japan und Finnland.
Etwas besser sieht es bei der Gesamtzahl der Menschen in einem Land aus, die das Internet nutzen. Dennoch kommt Deutschland auch hier nur auf Platz 19 - gleich hinter Südkorea und nur knapp vor Antigua und Barbuda. In Deutschland beträgt die Quote 84 Prozent. Am besten vernetzt sind die Isländer mit 96 Prozent, gefolgt von Norwegen, Schweden und Dänemark.

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