Adblock und Co. Google wirft Werbeblocker aus dem Play-Store

Wer in Googles Play Store dieser Tage nach Apps sucht, die lästige Werbeanzeigen ausblenden, wird enttäuscht: Der Konzern hat diverse Werbeblocker-Apps aus seinem Angebot rausgeschmissen.

Das sind die beliebtesten Android-Apps
Platz 10: Amazon App Store - 105.235 DownloadsMit 105.235 Downloads (Stand Dezember 2012) ist der Amazon App Store als App für Android bei den Usern überaus beliebt. Mit dieser Anwendung verschafft Amazon allen Android-Usern Zugang zu Büchern, Musik und Filmen. Gegen Bares versteht sich. Die Store-App ist dafür kostenlos. Quelle: Screenshot
Platz 9: Firefox - 124.402Der Browser Firefox von Mozilla ist ebenfalls eine der beliebtesten Apps für Android. Das Unternehmen arbeitet aktuell an einem eigenen Smartphone mit dem Betriebssystem Firefox OS. Derzeit wird das Gerät von Entwicklern getestet. Quelle: Screenshot
Platz 8: Antivirus Free - 140.226 DownloadsDiese Gratis-App erkennt, blockiert und löscht Viren und Malware. Die Free-Version ist für den privaten Gebrauch absolut ausreichend. Allerdings müssen einige Einschränkungen in Kauf genommen werden. Zum einen sind keine eigenen Tests definierbar, zum anderen gibt es keinen Support für das Produkt. Auch ein Schutz vor Phishing-, Keylogger- und Hacker-Attacken wird nicht geboten. Quelle: Screenshot
Platz 7: Barcode Scanner - 143.969 DownloadsBarcodes sind überaus praktisch. Sie ersetzen das Abtippen von Informationen über ein Produkt, indem sie über den QR-Code direkt gespeichert werden. Der Barcode Scanner erfasst das gestreifte Bildchen und die dahinter gespeicherten Informationen über die Handy-Kamera. Der Scanner funktioniert stabil und reagiert sehr schnell. Quelle: Screenshot
Platz 6: GameBoid - 152.628 DownloadsTetris, Super Mario, Supertennis, Blades of Steal und Co. - mit der App GameBoid ist der gute alte Gameboy wieder da. Die App bringt die Erfolgskonsole der 80er und 90er Jahre auf das Smartphone. Hier finden Sie eine Übersicht über alte Gameboy-Klassiker. Quelle: rtr, Montage
Platz 5: Kies Air - 172.102 DownloadsDie kostenlose App verbindet Samsung-Smartphones mit dem Rechner. Die beeindruckende Zahl von 172.102 Downloads (Stand Dezember 2012) zeigt nicht nur wie beliebt die App, sondern auch wie verbreitet die Samsung-Geräte sind. Damit der Datenaustausch über die App funktioniert, müssen beide Geräte im gleichen Netzwerk angemeldet sein. Die Einrichtung der App ist schnell und unkompliziert und die Anwendung über das userfreundliche Interface gut zu bedienen. Für die Anwendung wird Android OS 2.2 benötigt. Quelle: Screenshot
Platz 4: Google Play Store - 482.980 DownloadsDer Google Play Store hat sich in den letzten Jahren immer mehr zu einem Rundum-Angebot entwickelt - Bücher, Filme, Apps, Musik, die Auswahl ist riesig. Mit der App bietet Google via Android direkten Zugriff auf den Store. Das Prinzip ähnelt der Amazon App. Quelle: rtr, Montage
Platz 3: TubeMate - 515.396 DownloadsMit der App Tube Mate lassen sich YouTube-Videos im Handumdrehen aus dem Netz herunterladen, sodass sie auch offline auf dem Smartphone oder dem Tablet angeschaut werden können. Die App ist bei den Usern überaus beliebt: 515.396 Downloads (Stand Dezember 2012) sprechen für sich. Die Handhabe ist einfach. Sobald ein Video auf Youtube ausgewählt wurde, reicht ein Klick. Dann wird das Video in einer für das entsprechende Gerät angepassten Auflösung heruntergeladen. Quelle: rtr, Montage
Platz 2: Adobe Flash Player - 811.061 DownloadsGrafiken, Filme, Bilderstrecken, Animationen - etliche Dateiformate werden in Flash programmiert. Wer sich Flash auf dem Android-Gerät anschauen möchte, braucht einen entsprechenden Player. Dadurch ist der Adobe Flash Player eine absolute Must-Have-App. 811.061 Downloads im Jahr 2012 bestätigen das. Quelle: AP, Montage
Platz 1: WhatsApp - 982.160 DownloadsTrotz etlicher Schwachstellen bleibt der kostenlose Messenger WhatsApp die beliebteste Anwendung unter den Android-Apps. Kein Wunder, denn um teure SMS-Rechnungen zu umgehen, ist der Nachrichtendienst eine gute Alternative. Im ersten Jahr ist der Dienst kostenlos. Nach einem Jahr verlangen die Entwickler etwa einen Euro im Jahr. Diese WhatsApp-Alternativen gibt es. Quelle: Screenshot

Google hat diverse Apps zum Blockieren von Werbeinhalten aus dem hauseigenen App-Laden Play entfernt. Das bestätigte ein Unternehmenssprecher am Donnerstag.

Zuvor hatten sich die Macher der App „Adblock Plus“ beschwert, dass ihr Programm aus Google Play geflogen sei. Die Anwendung leitet den Internetverkehr von mobilen Geräten um und filtert dabei Werbeinhalte heraus. Das habe Google verärgert, vermuten die App-Anbieter - denn Google verdient vor allem mit Werbung sein Geld. Man sperre sich nicht prinzipiell gegen Anzeigen, ließen die „Adblock“-Macher wissen. „Wir lassen unseren Nutzern die Wahl, ob sie Anzeigen auf ihren Geräten unterdrücken wollen oder bestimmte Seiten mit Werbung“ zulassen.

Die unsichersten Android-Apps im Überblick
Die "sehr kritischen" Apps - Kontaktdaten, Kalendereinträge, E-Mail, Browserdaten oder Konten werden gelesen und unter Umständen übermittelt, ohne dass die App vorher um Erlaubnis fragt.WhatsAppAls besonders kritisch wurde in der Studie "WhatsApp" eingestuft. Der Messenger, der seit Monaten immer wieder in der Kritik steht, weist erhebliche Mängel auf: Die App verschafft sich die Berechtigung, Kontodaten zu verändern - damit ist das Lesen und Löschen von Passwörtern möglich. Außerdem ist es möglich, die Synchronisierungs- und Systemeinstellungen anzupassen. Die App zeigt den exakten Standort des Handys (und damit auch in den meisten Fällen den des Users) und den Netzwerkstatus an. Quelle: Presse, Montage WirtschaftsWoche Online
FacebookEbenfalls als besonders kritisch für Sicherheitsrichtlinien in Unternehmen wurde die Facebook-App eingestuft. Audio-, Bilder- und Videoaufnahmen sowie Kontaktdaten können verändert und gelesen werden. Dateientransfer über Facebook via Internet ist ein Kinderspiel. Auch hier ist es möglich den Telefonstatus und den Netzwerkstatus zu erkennen. Der Standort des Smartphones wird je nach Situation genau und ungefähr ermittelt. Quelle: Presse, Montage WirtschaftsWoche Online
SkypeDie App des Chat- und Telefon-Programms "Skype" verlangt bei der Installation insgesamt 28 Berechtigungen. Unter diesen sind einige, die für ein Unternehmen besonders kritisch sein können. So bekommt die Berechtigung, Kontaktdaten auf dem Smartphone zu verändern und zu lesen. Auch die Synchronisierungseinstellungen (wie Einschalten von Bluetooth) lassen sich verändern und der Netzwerkstatus wird angezeigt. Darüber hinaus verbraucht diese App sehr viel Netzwerkspeicher und Akkuressourcen. Die App wird bezüglich Firmendaten laut Studie als besonders kritisch eingestuft. Quelle: Presse, Montage WirtschaftsWoche Online
NavigonEbenfalls "sehr kritisch" für Unternehmen wird die App "Navigon" eingestuft. Diese App verschafft sich die Berechtigung, Audios und Videos aufnehmen, Systemeinstellungen und den WLAN-Status zu ändern. Auch alle Anwendungen, die aktuell auf dem Telefon laufen, können abgerufen und sogar beendet werden. Ohne Begründung für die Hauptfunktionalität können Kontaktdaten und vertrauliche Systemprotokolle gelesen und unter Umständen ins Internet übertragen werden. Zudem ist es möglich, Broadcast zu senden, was zu einem immensen Speicherverbrauch führt. Beim Broadcasting werden Datenpakete von einem Punkt aus an alle Teilnehmer eines Netzes übertragen und aufrecht zu erhalten. Quelle: Presse, Montage WirtschaftsWoche Online
ViberViber verschafft sich auch Zugriff auf etliche Funktionen des Smartphones. So lassen sich unter anderem Audios, Bilder und Video aufnehmen, Kontaktdaten schreiben und lesen und in das Internet übertragen, vertrauliche Protokolle lesen und Konten identifizieren. Es können alle Telefonnummern aus dem Adressbuch angerufen werden. Damit gilt die App für freie Internet-Telefonie als hervorragendes Tool ist aber für den Schutz von Firmendaten "sehr kritisch". Quelle: Presse, Montage WirtschaftsWoche Online
ÖffiAuch die App des öffentlichen Nahverkehrs "Öffi" wird als besonders kritisch eingeordnet. Die App kann Kalendereinträge auf dem Smartphone und Kontaktdaten lesen und diese unter Umständen ins Internet übermitteln. Diese Aktionen sind für Funktionalitäten der App nicht nötig. Außerdem wird der genaue Standort des Handys einsehbar. Quelle: Presse, Montage WirtschaftsWoche Online
SPB-TVDie TV-App SPB-TV gilt ebenfalls als besonders unsicher. Die App verschafft sich uneingeschränkten Zugang zum Internet mit dem Smartphone und kann sowohl den Telefon- als auch den Netzwerkstatus einsehen. Quelle: Presse, Montage WirtschaftsWoche Online
ICQDer Messenger ICQ schneidet in der App-Bewertung zur Sicherheit von Firmendaten eher schlecht ab. Die App kann Kontaktdaten lesen und unter Umständen übertragen, bekannte Konten suchen und authentifizieren sowie neue Synchronisierungseinstellungen schreiben. Quelle: Presse, Montage WirtschaftsWoche Online
MapmyrideDie App für Fahrrad-Freunde "Mapmyride" stellt aufgrund der auch für Dritte möglichen Bluetooth- und Kameramanipulationen sowie der Standorterkennung ein Sicherheitsrisiko für Unternehmen dar. Systemeinstellungen können verändert werden auch der genaue Standort des Smartphones lässt sich ermitteln. Quelle: Presse, Montage WirtschaftsWoche Online
The Weather ChannelSonnenschein oder Regenwetter? Die App "The Weather Channel" gibt Auskunft. Beim Blick auf die Risiken, die die App mit sich bringt, ist aber wohl eher Schlecht-Wetter-Stimmung angesagt. Die App verlangt bei der Installation die Erlaubnis, Audios aufzunehmen, obwohl dies für ihre Hauptfunktion nicht nötig ist. Sie übermittelt den Standort und unter Umständen können die für den Benutzer hereinkommenden Daten abgefangen werden. Quelle: Presse, Montage WirtschaftsWoche Online
Droid BlockerUmfassende Rechte erbittet sich auch die App "Droid Blocker". Die App, die eigentlich unerwünschte Anrufer und SMS blockiert, darf den Browserverlauf und die Lesezeichen schreiben, Kontaktdaten lesen und schreiben, und auch der SD-Karteninhalt kann einfach gelöscht werden. Auch SMS und MMS lassen sich lesen und empfangen und im Namen des Besitzers versenden. Außerdem lassen sich Verknüpfungen auf dem Smartphone nach Belieben installieren und deinstallieren. Quelle: Presse, Montage WirtschaftsWoche Online
LinkedinAls sehr kritisch für den BYOD-Einsatz wird auch die Social-Media-App "Linkedin" kategorisiert. Sie hat uneingeschränkten Zugriff auf das Netzwerk, darf Kontolisten lesen und im Internet authentifizieren, den SD-Karteninhalt ändern oder löschen sowie neue Kontaktdaten erstellen. Auch ressourcenfressende Dauerbroadcasts sind möglich. Quelle: Presse, Montage WirtschaftsWoche Online
Qik VideoBereits bei der Installation lässt die Liste der 28 verlangten Berechtigungen den sehr kritischen Charakter der App erahnen. Diese erlauben die Verwaltung der eingerichteten Konten und das Lesen und Schreiben von Kontaktdaten. Bluetooth-Verbindungen können von der App hergestellt und auch verwaltet werden. Neben der dauerhaften Broadcast-Verbindung kann die App Manipulationen der Statusleiste und des Dateisystems vornehmen. Quelle: Presse, Montage WirtschaftsWoche Online
GtasksDie To-do-Liste für das Smartphone "Gtasks" kann die Kalendereinträge lesen, auf das Internet zugreifen, Authentifizierungsinformationen verwenden, bekannte Konten suchen und konfigurierte Konten lesen. Für Unternehmen ein Sicherheitsrisiko. Quelle: Presse, Montage WirtschaftsWoche Online
Die "kritischen" Apps - Kontaktdaten, Kalendereinträge, E-Mails, Surfverhalten, Dateien und Konten werden gelesen und unter Umständen übermittelt, nachdem die App um Erlaubnis gefragt hat.BarcooNeben den "sehr kritischen" Apps wurden weitere Applikationen in der Analyse auch in die etwas seichtere Kategorie "kritisch" eingestuft. Diese gelten ebenfalls als unsicher. Dazu zählt auch "Barcoo". Der Barcodescanner fürs Smartphone kann es im schlimmsten Fall möglich machen, Bilder und Videos aufzunehmen, den genauen oder ungefähren Standort zu ermitteln und Kontaktdaten zu lesen. Auch der Browserverlauf wird einsehbar. Quelle: Presse, Montage WirtschaftsWoche Online
EbayDer größte Flohmarkt der Welt "Ebay" gilt ebenfalls als "kritisch" für Unternehmen. Die App kann Bilder und Videos aufnehmen, den genauen oder ungefähren Standort des Handys ermitteln und Inhalte der SD-Karte verändern. Quelle: Presse, Montage WirtschaftsWoche Online
dict.ccEbenfalls Schwächen für den BYOD-Einsatz weist das Wörterbuch "dict.cc" auf. Es fordert den uneingeschränkten Zugang zum Netzwerk des Smartphones sowie Zugriff auf den SD-Karteninhalt, der sich ändern und sogar löschen lässt. Quelle: Presse, Montage WirtschaftsWoche Online
DB NavigatorAuch die vielgenutzte App der Deutschen Bahn wird in die Kategorie "kritisch" eingestuft. Die App erhält die Erlaubnis, auf Kalendereinträge und Kontaktdaten zuzugreifen, E-Mails zu versenden und den SD-Karten-Inhalts zu verändern oder zu löschen. Quelle: Presse, Montage WirtschaftsWoche Online
Mega JumpDen Telefonstatus lesen und identifizieren, den SD-Karteninhalt ändern oder löschen oder auch Zugriff auf das Netzwerk - die Spiele-App "Mega Jump" wurde im Ranking ebenfalls als kritisch eingestuft. Quelle: Presse, Montage WirtschaftsWoche Online
RTL insideDie App des Fernsehsenders RTL weist Sicherheitsrisiken für den BYOD-Einsatz auf. Sie erhält Zugriff auf den SD-Karteninhalt sowie uneingeschränkten Zugriff auf das Internet. Quelle: Presse, Montage WirtschaftsWoche Online

Google verweist dagegen darauf, dass die Anbieter sich nicht an die Vorgaben des Internetkonzerns hielten. In den Bestimmung von Google heißt es, dass durch Apps keine „Dienstleistungen von Dritten beeinträchtigt, gestört oder beschädigt werden“ dürfen. „Um Google Play Nutzern eine positive Nutzererfahrung zu bieten, entfernen wir Apps die gegen unsere Richtlinien verstoßen“, erklärte ein Google-Sprecher.

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