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Amen-Gründer Petersen „Wenn Mark Zuckerberg Amen nutzt, ist es vielleicht doch nicht so doof“

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Wie Amen Geld verdienen will

Beischlaf oder Mittagsschlaf? Amen lebt bislang vor allem von humoristischen Einträgen und Listen.

Und wie wollen sie damit Geld verdienen?

Wenn wir es schaffen, ein Ziel zu werden, wo die Leute nach solchen Informationen suchen ist die Monetarisierung relativ klar. Es gibt eine Liste der besten Sushiläden im Prenzlauer Berg und einer der Einträge ist bezahlt, natürlich klar gekennzeichnet.

Wenn ein Laden gut ist, bekommt er dann eventuell viele Amens und bleibt sogar organisch in der Liste. Wer sich aber übernimmt und sagt, er hat die beste Currywurst in Berlin aber viele Leute widersprechen, rutscht wieder nach unten und hat sein Geld zum Fenster rausgeblasen. Das ist ein sehr faires und transparentes Modell, wo ich mein Angebot vorlegen kann und wenn viele Leute zustimmen, schaffe ich schnell den Sprung in die Liste.

Wann planen Sie, damit zu starten?

Wir treten jetzt in die zweite Phase ein. Wir haben uns ein Jahr lang mit der sozialen Formel beschäftigt, jetzt geht es darum die Plattform auszurollen und zum Ziel zu machen. Und je nachdem, wie das läuft startet vielleicht in einem Jahr die Monetarisierung.

Wie wollt ihr sicherstellen, die dafür relevanten Informationen zu bekommen? Bisher gibt es eine Liste der hässlichsten Fußballerfrisuren aber nicht der billigsten Mountainbikes.

Man muss eine Balance hinbekommen. Wenn es keinen Spaß macht und ich eben nicht mit Freunden über die hässlichste Frisur streite, nutze ich die App auch nicht jeden Tag. Dann ist es ein Dienst wie Qype, wo ich hingehe, wenn ich ihn brauche.

Das humoristische Element war daher wichtig als Treiber, aber wir haben in der neuen Version, auch eine thematische Ordnung eingeführt. Ich kann damit direkt in Themen wie Sport, Auto, Reise oder Musik gehen. Da fallen dann viele humoristische Sachen raus.

Amen wird also nützlicher aber langweiliger?

Nein, es heißt ja nicht, dass es keine coolen Beschreibungen mehr gibt. Man muss ja vermeiden, dass man Leuten sagt: Bitte fülle uns mal die Datenbank aus. Crowdsourcing heißt ja oft nur: Mach mal umsonst die Arbeit für uns.

Die Listen können daher weiterhin sehr kreativ sein. Also der beste Song für ein romantisches Date oder die schlimmste One-Man-Band zum Beispiel. Wichtig ist nur, dass der erste Teil ein klar definiertes Objekt ist, also ein Song zum Beispiel. Dadurch haben wir aber auch genug Daten, um Nutzwert zu erstellen. Alle Objekte bei Musik sind beispielsweise klare Tracks, die ich abspielen und kaufen kann.

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