Android 900 Millionen Handys mit Sicherheitslücken

Rund 900 Millionen Smartphones und Tablet-Computer mit dem Google-Betriebssystem Android sind nach Darstellung der israelischen Sicherheitsfirma Check Point anfällig für Hackerattacken.

Das ist das Android-Berry Priv
Blackberry Priv: Das Android-Smartphone im Test. Quelle: Marcel Stahn
Tasten im klassischen Blackberry-Layout Quelle: Marcel Stahn
Blackberry-Modelle Leap und Priv Quelle: Marcel Stahn
Kalender App auf dem Priv Quelle: Marcel Stahn
Blackberry Messenger BBM Quelle: Marcel Stahn
Sicherheits-App auf dem Display Quelle: Marcel Stahn
Starke Kamera von Schneider-Kreuznach, mit Software-Schwächen Quelle: Marcel Stahn

Experten von Check Point entdeckten vier Sicherheitslücken in Android, über die Angreifer den vollen Zugriff auf die Geräte bekommen könnten.

Betroffen sind demnach Smartphones und Tablets, die mit einen Chipsatz von Qualcomm arbeiten. Fehler in der Treiber-Software des LTE-Chipsets von Qualcomm ermöglichen es nach Angaben von Check Point, eine einfache App zu programmieren, die selbst noch nicht einmal spezielle Rechte auf dem Gerät einfordern würde.

Mit der manipulierte App könnten die Angreifer einen sogenannten Root-Zugriff auf das Gerät bekommen - und hätten volle Lese- und Schreibrechte auf das ganze System. In der Praxis seien die „QuadRooter“ getauften Sicherheitslücken bislang nicht ausgenutzt worden, erklärte Check Point.

Verbrechen 4.0 - das ist möglich

Zu den betroffenen Geräten gehören die neuen Samsung-Spitzenmodelle Galaxy S7 and S7 Edge, die Google-Geräte Nexus 5X, 6 und 6P, der BlackBerry Priv, die HTC-Modelle One, M9 und HTC 10, das Sony Xperia Z Ultra, das Moto X von Motorola sowie die LG-Geräte G4, G5, und V10.

Diese Branchen sind am häufigsten von Computerkriminalität betroffen

Der Fall erinnert an die bislang größte Android-Sicherheitslücke Stagefright. Google stopfte damals zwar die Lücke und verteilte ein Update an die Handyhersteller. Doch die Hersteller der Geräte entscheiden selbst darüber, wann und wie sie das Update an ihre Nutzer weitergeben.

Daher mussten viele Nutzer monatelang auf ein Sicherheitsupdate warten. Bei etlichen Geräten wurde damals die Sicherheitslücke überhaupt nicht geschlossen.

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