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Angriff auf Apple Amazon verschenkt MP3-Version zur gekauften CD

Wer eine CD, Vinyl-Platte oder Kassette bei Amazon bestellt, bekommt gratis die MP3-Version hinzu. Das sogenannte Autorip-Programm gilt rückwirkend auf alle Tonträger, die die Kunden seit 1999 erstanden haben.

Das Imperium von Amazon
Viel Geld in der KasseIn den ersten sechs Monaten 2013 setzte Amazon 31 Milliarden US-Dollar um - gut fünf Milliarden mehr als im Vorjahreszeitraum. Davon blieben 75 Millionen Dollar Gewinn hängen (2012: 137 Millionen). 2012 setzte Amazon gut 61 Milliarden US-Dollar um (Vorjahr: 48 Milliarden), machte aber einen Nettoverlust von rund 30 Millionen US-Dollar (Vorjahr: 631 Millionen Gewinn). Ein Überblick über Teile des Amazon-Imperiums... Quelle: dpa
Investitionen ins eigene UnternehmenMal als Nebengeschäft begonnen, ist der Buchhändler mittlerweile auch ein Riese im Cloud-Computing. Dabei vermietet Amazon Speicherkapazitäten seiner Großrechenanlagen, etwa eine halbe Milliarde Dollar pro Jahr bringt das nach einer Berechnung der Schweizer Investmentbank UBS. Und das Geschäft wächst rasant: Bis 2014 sollen sich die Einnahmen verfünffachen. Auch der hauseigene E-Reader Kindle liegt dem Unternehmen am Herzen. Mittlerweile wurden hier die Preise drastisch reduziert. Im Spätsommer 2011 begann Amazon mit der neuesten Version seines E-Readers einen Angriff auf den Branchenprimus Apple und präsentierte mit seinem Kindle Fire einen würdigen iPad-Herausforderer. Aber auch größere und kleinere Onlinehandelsplattformen verleibt sich Amazon gerne ein, so gerade aktuell den Filmaboservice Lovefilm… Quelle: AP
LovefilmDVDs kommen per Post ins Haus, mit dem „Lovefilm“-Player kann der Nutzer aber die aktuellen Hollywood-Streifen auch direkt auf seinem Rechner anschauen. Amazon hält schon länger eine Minderheitsbeteiligung an dem Unternehmen und wickelt seinen eigenen Film-Abo-Service direkt über Lovefilm ab. Simon Calver, Chief Executive von LOVEFiLM International, lobt die Übernahmepläne bei der Bekanntgabe am 20. Januar 2011. "Mit Amazons voller Unterstützung können wir entscheidende Verbesserungen für unsere Mitglieder in Europa umsetzen", hofft er. Fremd ist Amazon das Geschäft mit Filmen nicht… Quelle: Screenshot
IMDb… Amazon hatte 2008 sein Filmverleihgeschäft in Deutschland und Großbritannien mit Lovefilm zusammengelegt und war mit 42 Prozent größter Einzelaktionär geworden. Bereits 1998 verleibte sich Amazon die "Internet Movie Database" (IMDb) ein, die selbst zu diesem Zeitpunkt in ihren Ursprüngen bereits acht Jahre alt war, für das Internet also so etwas wie die Rolle des Urgroßvaters vom Web 2.0 spielt. IMB ist eine der größten Datenbanken über Filme, Fernsehserien, Videoproduktionen und Videospiele sowie über Personen, die daran mitgewirkt haben. Gerade im Kalenderjahr 2010 investierte Amazon wieder kräftig in Webunternehmen… Quelle: Screenshot
WootEinen gewissen Verkaufsdruck erzeugen will die E-Commerce-Plattform Woot. Nutzer bekommen nicht angezeigt, wie viele Bestände des nur einen Tag gültigen Angebots vorhanden sind. Der Preis ist niedrig, die Produkte stehen im Wettbewerb zu den Angeboten von Amazon.Woot verkauft auf dem amerikanischen Markt – und Mitte 2010 langte Amazon für einen unbekannten Preis zu. Quelle: Screenshot
BuyVIPNur ein paar Monate später, im Oktober 2010, griff sich Amazon ein weiteres Webunternehmen. BuyVIP ist eine geschlossene Shopping-Community. Die Mitglieder haben die Möglichkeit, auf persönliche Einladung an limitierten Verkaufskampagnen teilzunehmen. In diesen Kampagnen werden ausgewählte Produkte beliebter und bekannter Marken aus dem Lifestyle- und Fashion-Bereich angeboten. Entsprechend leer kommt die Startseite daher; ein bisschen Animation von neuer Mode und ein Anmeldeformular. 70 Millionen Euro blätterte Amazon dafür auf den Tisch – nachdem der Marktführer Vente-Privée mehrfach abgewunken hatte. Quelle: Screenshot
Diapers und SoapAmazon ist ein riesiger Onlinehändler, doch in bestimmten Nischen hat die Konkurrenz die Nase vorn. So wurde Diapers zum größten Versandhändler von Babywindeln. Ein lukratives Geschäft - Amzon blätterte im November 2010 mehr als eine halbe Milliarde Dollar auf den Tisch um Quidsi zu übernehmen. Das amerikanische Unternehmen Quidsi betreibt diapers.com, sowie den Drogeriespezialisten soap.com. 545 Millionen Dollar sind zwar nicht von Pappe, aber einmal bezahlte Amazon sogar noch deutlich mehr für eine Onlinehandelsplattform… Quelle: Screenshot

Der Online-Händler Amazon erleichtert nun auch seinen Kunden in Deutschland den Weg von der Schallplatte und der CD hin zur digitalen Musik im Internet: Für rund 500.000 Alben, die als CD, Vinyl-Platte oder Kassette bei Amazon gekauft werden, gibt es die MP3-Version online gratis dazu. Das Angebot „AutoRip“, das den Kunden das eigenhändige „Rippen“ der CD - also das Umwandeln der CD-Titel in MP3-Dateien - ersparen soll, gilt auch rückwirkend für alle Tonträger, die Amazon-Kunden seit 1999 bei dem weltgrößten Online-Händler erstanden haben. Auch diese Alben werden in den digitalen Varianten im eigenen Musikspieler der Firma zur Verfügung gestellt.

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Die Titel können im Netz abgespielt oder auf einen PC oder Musikplayer heruntergeladen werden. Weitere Titel sollen laufend hinzukommen, kündigte Amazon am Dienstag an. Für das Angebot in Deutschland habe man die Verträge mit den Plattenlabels erweitert. „Alle großen Labels und hunderte von Indies sind mit an Bord“, sagte Amazon-Manager Steve Boom der Nachrichtenagentur dpa. Zu den Alben, die mit dem „AutoRip“-Service angeboten werden, gehören unter anderen „MTV Unplugged: Live aus dem Hotel Atlantik“ von Udo Lindenberg, „Grosse Freiheit“ von Unheilig, „Stadtaffe“ von Peter Fox sowie „Von hier an blind“ von der Pop-Rock-Gruppe Wir sind Helden. Der Dienst war zuerst im April in den USA eingeführt worden.

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Mit seinem Angebot greift Amazon vor allem den weltgrößten Musik-Verkäufer Apple an, der über seinen iTunes-Dienst Musik, Hörbücher und Videos anbietet. Im Gegensatz zu Amazon liefert Apple keine CDs aus, sondern verkauft allein die digitale Version der Musik. Amazon erklärte, man habe die zusätzliche Nutzung mit der Rechteverwertungsgesellschaft Gema vereinbart. Details des Gema-Vertrags wollte Amazon nicht nennen.

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