WiWo App 1 Monat für nur 0,99 €
Anzeigen

Apple, Google & Co. Mehr Datenschutz für Nutzer

Kalifornien hat mehr Datenschutz bei Apps durchgesetzt. Mehrere Groß-Anbieter verpflichteten sich, einheitliche Standards durchzusetzen. Das Weiße Haus plant weitere Schritte zum Datenschutz im Internet.

  • Artikel teilen per:
  • Artikel teilen per:
App-Store Quelle: dpa

Viele Apps für Smartphones und Tablets galten bisher als heimliche Datensauger. Das soll sich nun ändern. Die Datenschutz-Standards sollen dafür verbessert werden.

Die kalifornische Generalstaatsanwältin Kamala Harris setzte bei den sechs größten App-Store-Betreibern wie Apple und Google schärfere Datenschutz-Regeln durch. Davon würden auch Nutzer in anderen Ländern profitieren, betonte sie.

Harris verkündete, sie habe eine Vereinbarung mit Apple als Betreiber des App Store für iPhone und iPad, Google für seine Android-Plattform, Microsoft, dem Blackberry-Anbieter RIM, Hewlett-Packard sowie Amazon geschlossen. Danach sollen für Apps in Zukunft strengere Datenschutz-Standards gelten.

Bessere Aufklärung für Nutzer

Wer eine App herunter lädt, soll in Zukunft vor allem besser darüber Bescheid wissen, welche Daten von ihm gesammelt werden und was damit geschieht.

Bislang passiere dies nur in den seltensten Fällen, betonte Harris. Zudem müssen die Plattform-Betreiber einen Kanal für Nutzer-Beschwerden über mangelnden Datenschutz einrichten.

Ein halbes Jahr gibt sie den beteiligten Unternehmen Zeit, Änderungen vorzunehmen. Dann möchte sie über die bis dahin vorgenommene Umsetzung der neuen Vorgaben sprechen.

Auch das Weiße Haus möchte die Datenschutz-Bestimmungen in den USA insgesamt verschärfen. Diese sind bislang deutlich lascher als etwa in Europa.

"Grundrechte-Charta für den Datenschutz"

 iPhone-App Path Quelle: dpa

Verbraucher sollen unter anderem mehr Kontrolle über ihre Daten bekommen, so die neusten Pläne der US-Regierung. Unternehmen sollen verpflichtet werden, nur solche Informationen abzugreifen, die für das Funktionieren ihrer Dienste notwendig sind.

Zudem soll eine "Grundrechte-Charta für den Datenschutz" geplant sein, teilte das Weiße Haus mit. Diese soll es Internetnutzern generell möglich machen, dass Unternehmen Informationen über sie abgreifen und damit personalisierte Werbung einsetzen können.

Dem „Wall Street Journal“ zufolge stimmten Internet-Schwergewichte wie Apple und Google bereits zu, Nutzern den Verzicht auf sogenannte „Tracking-Cookies“ zu ermöglichen - das sind Software-Elemente, mit denen ihr Weg im Internet nachverfolgt werden kann.

Adressbücher angezapft

Erst kürzlich war aufgeflogen, dass die App des Online-Netzwerks Path die Adressbücher von iPhones anzapfte und die Daten zum Server des Unternehmens übertrug - ohne Wissen des Nutzers.

Daraufhin waren auch andere Apps in Verruf gerraten. Apple kündigte an, den Zugriff auf Kontaktlisten künftig nur noch mit ausdrücklicher Zustimmung des Nutzers zu ermöglichen.

In Arbeit
Bitte entschuldigen Sie. Dieses Element gibt es nicht mehr.

Auch Apple wird vorgeworfen den Datenschutz verletzt zu haben: Über das Multifunktionshandy und den Tablet-Computer iPad soll der Konzern Bewegungsdaten der Nutzer gesammelt und gespeichert haben.

Google wurde ebenfalls mit dieser Praxis in Verbindung gebracht. Sie soll den Unternehmen helfen, neue Geschäftsmöglichkeiten auszuloten.

© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%