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Apple Jobs präsentiert neues iPhone

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Ein Film auf dem neuen iPhone Quelle: REUTERS

Bei der Präsentation kämpfte Perfektionist Jobs jedenfalls für einige Minuten mit der Fassung, weil seine Vorführtelefone auf der Bühne die angewählten Webseiten nur langsam (3GS) oder gar nicht (iPhone 4) aufbauen konnten. Nach kurzem Raunzer hinter die Bühne war klar, woran das lag. Im Saal, so verteidigten sich die Bühnentechniker kleinlaut, waren über 500 Basisstationen am Funken, die Jobs das Wlan-Signal raubten oder störten. Erst nachdem diese größtenteils abgeschaltet waren, konnte der Apple-Chef mit der Präsentation fortfahren.

Betriebssystem Update ab 21. Juni

Das iPhone4 wird mit dem neuen Betriebssystem iOS4 ausgeliefert, das unter anderem erstmals das sogenannte Multitasking beherrscht, also das gleichzeitige Ausführen von mehreren Anwendungen. Diese Funktion war seit langem überfällig.

Besitzer von iPhone 3G, iPhone Touch und iPhone 3GS können das Update ab 21. Juni kostenlos herunterladen. Beim iPad kommt es erst im Herbst. Beim iPhone 3G funktioniert das Multitasking jedoch nicht. „Die Hardware gibt das leider nicht her“, bedauert Jobs.

Muss man das neue iPhone kaufen? Wenn man den Vorvorgänger 3G besitzt und damit in der Regel einen bald auslaufenden Mobilfunkvertrag, ist die Entscheidung einfach. Die Investition beschert ein wesentlich besseres Gerät, mit beeindruckenden Display, Videotelefonie, Kamera mit Blitz, HD-Videorecorder und vor allem ein moderneres Betriebssystem mit der Möglichkeit so viele Anwendungen wie gewünscht gleichzeitig laufen zu lassen. Navigationsanwendungen beispielsweise machen so erst Sinn, weil man zum Telefonieren nicht mehr das Programm beenden muss.  Schwerer ist die Entscheidung beim 3GS,  das alle Funktionen des kostenlosen Betriebsystem-Updates nutzen kann. Wobei das Upgrade hier leichter fallen dürfte, falls der Akku des neuesten Geräts tatsächlich das hält, was Apple verspricht. 

Und für Leser, die schon beim bloßen Erwähnen von neuen Apple-Produkten genervt sind, sei erwähnt: Nein, man muss das Gerät natürlich nicht kaufen. Auch Nokia, HTC, Samsung und Research in Motion (Blackberry) bieten exzellente Smartphones an. Deren Kaufpreis ist ohnehin nebensächlich, wenn von der Mobiltelefongesellschaft quersubventioniert. Teuer, und das gilt im Besonderen für das iPhone, ist vor allem der Unterhalt des Smartphones. Darüber können auch viele neue Funktionen nicht hinwegtrösten.

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