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Apple-Tablet Das iPad irrt beim Akkustand

Smartphones und Tablets sagen beim Akkuladestand niemals die Wahrheit. Doch das neue iPad liegt besonders weit daneben. Einem Experten zufolge gibt es einen Fehler im Schätzalgorithmus des Geräts.

Das neue iPad in einem Apple Store in Toronto. Einem Experten zufolge enthält der mathematische Algorithmus zur Anzeige der Ladebalken einen Fehler. Quelle: Reuters

Wann ist der iPad-Akku voll? Wenn das Tablet oder Smartphone volle Balken beim Ladestand anzeigt? Weit gefehlt. Das neue iPad ist dann noch lange nicht voll geladen, schreibt der Experte Raymond Soneira, Präsident des Display-Herstellers Displaymate und promovierter Physiker. Die Entdeckung machte er während eines ausführlichen Tests des neuen Displays.

Dabei stellte Soneira fest, dass das iPad 3 noch rund eine Stunde Ladezeit benötigt, nachdem die Ladebalken bereits einen vollen Akku suggerierten. „Es verkürzt die Gesamtlaufzeit, wenn Sie aufhören, das iPad zu laden, sobald 100 Prozent Akkuladung angezeigt werden“, sagte Soneira im Gespräch mit ZDNet.

Das kann das neue iPad
„The new iPad“ - unter diesem schlichten Namen stellte Apple-Chef Tim Cook die dritte Generation seines erfolgreichen Tablets vor. Der Markt wächst schnell - und noch immer profitiert vor allem Apple mit einem Marktanteil von rund 60 Prozent. Mit dem neuen Tablet wird Apple diesen Vorsprung wohl mindestens halten können. Quelle: dapd
Wichtigste Neuerung: Endlich hat auch das iPad wie das iPhone eine „Retina-Auflösung“. Weil das Display des iPads deutlich größer ist, bedeutet das eine Vervierfachung im Vergleich zum Vorgängermodell auf erstaunliche 2048x1536 Pixel. Das ist deutlich mehr als ein Full-HD-Fernseher (1280x1080). Die Vervierfachung hat einen guten Grund: So können ältere iPads-Apps einfach die neue Größe skaliert werden, ohne dass sie verschwommen aussehen. Die Pixeldicht beträgt nun 264 Punkte pro Zoll (PPI) - bei den beiden Vorgängern waren es 132 PPI. Nur beim iPhone 4S mit dem kleineren Display sind es noch etwas mehr. Auch wer nah an das Display herangeht, kann keine einzelnen Pixel mehr erkennen. Daher der Name Retina, wie die Netzhaus des menschlichen Auges heißt. Quelle: REUTERS
Passend zum Retina-Display hat Apple dem neuen Gerät auch eine neue Fünf-Megapixel-Fotokamera spendiert, die hier von einem Apple-Mitarbeiter demonstriert wird. Die Kamera kann auch Videos in Full-HD-Qualität ( 1920x1080) aufnehmen. Die Foto-Kamera kommt mit ihren fünf Megapixel Auflösung nicht ganz an die des iPhone 4S heran, das eine Kamera mit acht Megapixel Auflösung besitzt. Quelle: dpa
Verkaufsstart ist der 16. März - auch in Deutschland. Dann auch werden Websites wie iSuppli das neue iPad auseinandernehmen und ihm die letzten Geheimnisse entlocken - zum Beispiel die Größe des eingebauten Arbeitsspeichers. Dazu machte Apple bei der Präsentation keine Angaben. Interessierte können ein iPad auf der Apple-Website vorbestellen. Quelle: dapd
Die teuerste Version des neuen iPads soll 829 US-Dollar kosten - die billigste 499 Dollar. Das ist dieselbe Preisspanne wie bislang. In Deutschland wird es die neuen iPads ab 479 Euro nur mit WLAN zu haben - also ohne den mobilen LTE-Funk. Geräte mit 4G-Funk gibt es ab 600 Euro. Das Spitzenmodell mit 4G-Funk und 64 Gigabyte Speicher für Daten und Apps kostet in Deutschland 800 Euro. Das Vorgängermodells iPad 2 gibt es ab sofort ab 400 Euro zu kaufen. Quelle: dapd
Um die Retina-Auflösung flüssig ansteuern zu können, hat Apple auch den Grafikchip kräftig aufgerüstet. Die Grafikeinheit des neuen Dual-Prozessors A5X soll um ein Vielfaches schneller sein als die seines Vorgängers. Während dem Hauptprozessor nur zwei Kerne zur Verfügung stehen, greift der Grafikchip auf vier zurück. Quelle: dapd
Damit die neue hohe Auflösung auch zur Geltung kommt, müssen die Entwickler ihre Apps anpassen. Apple selbst brachte natürlich zum Start des neuen iPads die eigenen Apps auf den neuesten Auflösungs-Standard des iPads - darunter die Office-Anwendungen Keynote, Numbers und Pages, die Podcaster- und Musik-App Garageband und das Videoprogramm iMovie. Andere Entwickler müssen nun noch nachziehen. Als weitere Neuerung kommt Apples Foto-Management-Software iPhoto vom Mac auch auf das iPad. Damit gibt Apple ein weiteres Signal, dass die Tablets den Personal Computer mit der Zeit immer unwichtiger machen. Auf dem neuen iPad kann man Fotos mit einer Auflösung von bis zu 19 Megapixeln bearbeiten - das reicht auch für anspruchsvolle Fotografen. Quelle: Reuters

Weitere Tests zeigten, dass das iPad 3 erst nach zwei Stunden und zehn Minuten vollständig geladen war. Die Diskrepanz kommt dadurch zustande, dass der Software keine andere Wahl bleibt, als den Akkustand und die noch verbleibende Restlaufzeit des Geräts zu schätzen. Für die Programmierer ist eine Herausforderung, weil sich ein Akku nicht gleichmäßig entlädt, sondern am Ende seiner Laufzeit sehr plötzlich abfällt.

Die meist verkauften iPad-Apps
Cut The Rope HD Quelle: Screenshot
Angry Birds Rio HD Quelle: Screenshot
Good Reader for iPad Quelle: Screenshot
GarageBand Quelle: Screenshot
Fruit Ninja HD Quelle: Screenshot
Scrabble for iPad Quelle: Screenshot
Penultimate Quelle: Screenshot

Eine so schlechte mathematische Schätzung wie beim iPad ist dem Experten zufolge aber ungewöhnlich. „Mit dem mathematischen Modell stimmt etwas nicht auf dem iPad“, behauptet Soneira.

Insgesamt ist Apple bei der Batterielaufzeit des neuen iPads Erstaunlichen gelungen. Obwohl sich die Anzahl der Pixel vom iPad 2 auf das neue iPad vervierfacht hat, konnte Apple die Akkulaufzeit beinahe stabil halten. Dem

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Test zufolge hielt das iPad 2 bei mittlerer Helligkeit des Displays 11,8 Stunden durch, das neue iPad schaffte 11,6 Stunden. Gelungen ist das vor allem durch einen deutlich größeren Akku mit rund 70 Prozent mehr Kapazität. Deshalb ist das neue iPad auch merklich schwerer als der Vorgänger und lädt bei laufendem Betrieb an einem USB-Anschluss nicht mehr auf. Apple verspricht für beide Geräte zehn Stunden Laufzeit, bei aktiviertem LTE-Datenfunk neun Stunden.

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