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Apples iPad Die i-Volution geht weiter

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Ohne Sperre und keine Exklusivität

Beim iPad wird wie beim iPhone Quelle: REUTERS

Den Fehler wollte Apple diesmal vermeiden. „Wir wollten, dass so viele Kunden wie möglich das Gerät in die Finger bekommen“, sagt Jobs. Apple hat also aus der Enttäuschung der „early adopters“ – der Erstkunden – gelernt. Aber der Preis könnte trotzdem rasch fallen. Denn das iPad wird ohne Netzbetreiber-Sperre angeboten - und zwar weltweit. Auch auf den exklusiven Vertrieb über Mobiltelefongesellschaften wie beim iPhone hat Jobs verzichtet. Das bedeutet, dass es eine Menge Wettbewerb geben könnte und Netzbetreiber den Gerätepreis subventionieren werden. Nicht nur sie. Es ist denkbar, dass auch Medienunternehmen, die ihre Inhalte kostenpflichtig auf dem iPad anbieten, sich beim Abschluss eines Abos an den Kosten beteiligen. Noch ist das alles Spekulation. Ebenso wie die Kosten für den mobilen Zugang zum Internet.

Deutsche UMTS-Tarife noch offen

In den USA hat Jobs bereits einen Sondertarif mit der Mobiltelefongesellschaft AT&T ausgehandelt – 15 Dollar monatlich für maximal 250 Megabyte Daten. Die unbegrenzte Version kostet 30 Dollar. In beiden Plänen ist die Nutzung von AT&Ts landesweiten Wlan-Hotspots schon drin. In Europa sind die Verhandlungen mit den Mobiltelefongesellschaften gerade erst angelaufen. Jobs rechnet jedoch mit attraktiven Tarifen, besonders weil im Gegensatz zum iPhone sich diesmal alle Mobiltelefongesellschaften untereinander Konkurrenz machen können. „Das iPad muss man in der Hand gehabt haben, um es wirklich beurteilen zu können“, wirbt Jobs.

Flüssig und schnell

Also gut. Erstes Urteil nach 15 Minuten: Beeindruckend. Besonders was die Geschwindigkeit des iPads angeht. Alles läuft flüssig und schnell. Mit dem Finger vergrößere ich Fotos, zoome in Internet-Seiten und in Googles Landkartenservice, wische durch iTunes Musikalben, blättere durch digitale Bücher, alles ohne Verzögerung. Erste Enttäuschung: Adobes Flash wird vom Internet-Browser nicht unterstützt, was das Abspielen von Videos auf Internet-Seiten verhindert.

Wer ein iPhone besitzt, kommt mit der Benutzerführung sofort zurecht. Auch das iPad ziert nur eine Taste. Wird sie gedrückt, erscheint der Startschirm. Wie beim iPhone ist das iPad nicht auf Multitasking gepolt, kommt also nur mit einer Anwendung zurecht. Ausnahme ist das Abspielen von Musik, das auch im Hintergrund funktioniert. Das ist ziemlich enttäuschend. Überraschenderweise hat Apple dem iPad keine Kamera spendiert, obwohl sich das Gerät vorzüglich für Videokonferenzen eignen würde. Und auch die Batterie ist nicht auswechselbar.

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