Apples neues iPhone 270.000 Unterschriften für einen Kopfhöreranschluss

Im Internet kursieren Gerüchte, wonach das nächste iPhone keinen Kopfhöreranschluss haben soll. Deshalb haben 270.000 Kunden eine Online-Petition unterschrieben, um den IT-Konzern von seinen möglichen Plänen abzuhalten.

Angeblich soll das nächste iPhone keine Kopfhörerbuchse mehr besitzen. Quelle: dpa

Noch immer lässt Apple seine Kunden darüber im Unklaren, wann der IT-Konzern die nächste iPhone-Generation auf den Markt bringt – und genauso wenig verrät das US-Unternehmen über Aussehen und Funktionen. Trotzdem kursieren im Internet viele Gerüchte über das iPhone 7. Zum Beispiel, dass Apples neues Smartphone keinen Anschluss für Kopfhörer besitzen wird.

Obwohl das US-Unternehmen sich bislang nicht zu diesen Gerüchten geäußert hat, gehen die Kunden auf die Barrikaden: Mehr als 270.000 Nutzer haben eine prophylaktische Online-Petition unterschrieben, die sich gegen die fehlende Kopfhörerbuchse ausspricht. " Nur eine massive internationale Kampagne kann Apple jetzt noch dazu bringen, den Kurs zu ändern", heißt es auf der Internetseite der Petition.

Apple-Produkte, die leider nie entstanden
In seinem Buch "Genial Einfach" berichtet Hartmut Esslinger von seiner Zusammenarbeit mit Steve Jobs und wie dieser das Potential des Designs erkannte. Das Buch zeigt hunderte Skizzen und Bilder von den Ursprüngen der Designs. Im Folgenden eine kleine Übersicht. Hier im Bild: Der Charme von 1982 spricht aus dieser Macintosh-Studie, die aus Faserstoffplatten gebaut wurde. © Hartmut Esslinger & frog team Quelle: Presse
Diese Studie zeigt das MacBook 1, wie die Designer es sich 1982 vorstellten. Es erscheint aus heutiger Sicht als ein ziemlich dicker Brummer - im Vergleich zu anderen tragbaren Computern der Achtziger ist es aber schon ein zartes Pflänzchen. © Hartmut Esslinger & frog team Quelle: Presse
Waren Computer damals meist in einem Grau-Beige-Ton gehalten, entstand ab 1982 in der Zusammenarbeit zwischen Steve Jobs und Hartmut Esslinger das neue, moderne Farb- und Designkonzept "Snow White" (der englische Name des Märchens "Schneewittchen"). © Hartmut Esslinger & frog team Quelle: Presse
Der Entwurf des Apple IIc von 1983 erinnert noch stark an eine Schreibmaschine. Bei diesem Modell wurde erstmals das neue Weiß eingesetzt, was den Computer kompatibler für Wohnräume machen sollte. © Hartmut Esslinger & frog team Quelle: Presse
Schlanker kommt da schon dieser Entwurf des Macintosh SE von 1983/84 daher. Die Vision eines modernen Keyboards und der Maus zur Eingabe. © Hartmut Esslinger & frog team, Foto: Dietmar Henneka Quelle: Presse
Mobiltelefone waren in den 80er Jahren noch halbe Telefonzellen. Wie unpraktisch, dachte sich schon damals das Apple-Design-Team, und entwarf 1983 etwa diese frühe Version eines Klapp-Handys. © Hartmut Esslinger & frog team Quelle: Presse
Eine frühe Vision eines Tablet-Macs. Dieses Design stammt von 1982. Die Bedienung sollte über einen großen, klobigen Eingabestift funktionieren. © Hartmut Esslinger & frog team Quelle: Presse
1984: Eine Weiterentwicklung der MacBook-Idee und des Tablet-Designs. Diese MacBook-Studie hatte einen integrierten Touchscreen. © Hartmut Esslinger & frog team, Foto: Rick English Quelle: Presse
1985 macht dieser Entwurf eines "Baby Mac" schon was her. Tastatur und Maus sind farblich abgestimnmt. © Hartmut Esslinger & frog team, Foto: Victor Goico Quelle: Presse
Hartmut Esslinger: Genial Einfach – Die frühen Design-Jahre von Apple296 Seiten, 400 Abbildungen in Farbe € 29,80 [D] | ISBN 978-3-89790-408-8 | Arnoldsche Art Publishers Quelle: Presse

Laut diverser Medienberichte gibt es für Apple mehrere Gründe, auf die Kopfhörerbuchse beim iPhone 7 zu verzichten: Der IT-Konzern könnte das neue Modell noch flacher als die Vorgänger designen – und sich somit in der Optik von seinen Mitbewerbern absetzen. Außerdem gibt es verschiedene Berichte, wonach das nächste Smartphone wasserfest sein soll. Ein zusätzliche Öffnung würde nur einen Nachteil bedeuten.

Wenn die Gerüchte sich bewahrheiten, müssen digitale Alternativen her, damit Nutzer auch weiter Musik hören können: zum Beispiel der Funkstandard Bluetooth oder Apples hauseigener Lightning-Anschluss, der Datensignale digital übertragen kann. Die Nutzer befürchten aber, dass sie durch die neue Technik ihre alten Kopfhörer nicht mehr benutzen können. Die Kunden bräuchten neue, modernere Kopfhörer – für die sie die Rechnung zahlen.

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