ARD/ZDF-Onlinestudie Internetnutzung legt durch mobile Geräte stark zu

Die Internetnutzung in Deutschland nimmt weiter zu. Dafür sorgen nicht nur Smartphones und Tablets, sondern auch die sogenannten silver surfer.

Vor allem mobile Geräte wie Tablets und Smartphones treiben die Internet-Nutzerzahlen. Quelle: dpa

169 Minuten verbringen wir im Schnitt pro Tag im Internet. Genau 36 Minuten mehr als im Vorjahr, wie die am Mittwoch veröffentlichte repräsentative Onlinestudie von ARD und ZDF ermittelte. Seit 1997 untersuchen die ARD/ZDF-Onlinestudien regelmäßig die Entwicklung der Internetnutzung in Deutschland, 1800 Menschen ab 14 Jahren wurde dafür befragt. Am meisten werden immer noch Suchmaschinen und Email-Programme im Internet genutzt.

Einer der Hauptgründe für die steigende Nutzungsdauer ist der Boom bei den mobilen Geräten. Da viele auch auf dem Weg zur Arbeit oder im Freibad anhand ihres Smartphones oder Tablets surfen, ist die Online-Nutzung rasant gestiegen. Allein die Unterwegs-Nutzung ist gegenüber dem Vorjahr von 23 auf 41 Prozent gestiegen.

Insgesamt sind 77,2 Prozent der Deutschen ab 14 Jahren online (2012: 75,9 Prozent). Die Zahl der Nutzer stieg von 53,4 Millionen auf 54,2 Millionen Menschen. Interessant ist allerdings, dass es vor allem die sogenannten "Silver surfer" ab 50 Jahren sind, die das Wachstum ankurbeln. Das größte Plus verzeichnete die Generation 70 plus. Nachdem im vergangenen Jahr etwa jeder Fünfte online war, sind es aktuell rund 30 Prozent.

Das können die aktuellen Smartphones
LG G4LG Electronics hat am 28. April sein neues Flaggschiff G4 vorgestellt. Punkten wollen die Koreaner etwa mit einer innovativen Kamera, die 80 Prozent mehr Licht auf den Bildsensor leitet als beim Vorgänger-Modell. 16 Megapixel Auflösung und ein weiterentwickelter Bildstabilisator sollen für hochwertige Fotos sorgen. Für gute Selfies ist eine acht MP Frontkamera verbaut. Damit dafür auch genügend Speicherplatz zur Verfügung steht, kommt das LG 4 mit 32 GB internem Speicher daher, der durch eine MicroSD-Karte auf bis zu zwei Terabyte erweitert werden kann. Der Bildschirm ist 5,5 Zoll groß und soll deutlich heller und kontraststärker sein, als das Vorgängermodell, zudem bietet er laut LG eine bessere Farbtreue und Berührungsempfindlichkeit. Pluspunkt: Der Akku ist austauschbar, er bringt 3000 mAh Leistung. Als Prozessor ist ein 808 Snapdragon an Bord. Das Gerät wird in verschiedenen Materialien erhältlich sein: Es gibt eine Leder-Variante und eine Ceramic-Version (hier im Bild) jeweils in mehreren Farben. Ein Preis wurde noch nicht bekannt gegeben. Quelle: Presse
Sony Xperia Z4 Quelle: REUTERS
Huawei P8Ein neues Design und eine leistungsstarke Kamera - mit diesen Features kann das neue P8 von Huawei die Kritiker überzeigen. Es ist billiger als die Konkurrenz von Apple und verspricht in etwa die gleiche Leistung. Das Smartphone gibt es in Grau, Champagner, Weiß und Gold. Jedes zweite Smartphone in Deutschland ist aktuell ein Samsung-Gerät. Nur jedes vierte Smartphone in Deutschland ist derzeit ein iPhone. Geräte der Hersteller Sony, Nokia, HTC, LG und Huawei hingegen spielen unter deutschen Smartphone-Nutzern kaum eine Rolle. Quelle: Presse
Xiaomi Mi Notes Der chinesische Smartphonehersteller Xiaomi hat am 15. Januar die Oberklasse-Smartphones Mi Note und Mi Note Pro vorgestellt, die dem iPhone 6 in den USA Konkurrenz machen sollen. Das Display des Mi Note schlägt das iPhone 6 mit 5,7 Zoll zu 5,5 Zoll, der Bildschirm hat eine Pixeldichte von 386 ppi und ein LCD-Panel für einen höheren Kontrast. Die Kamera an der Rückseite verfügt über 13 Megapixel, die an der Vorderseite über vier Megapixel. Der interne Speicher fasst 16 GByte und lässt sich nicht per microSD-Karte erweitern. Der Preis liegt bei umgerechnet rund 319 Euro. o Das Mi Note Pro kostet 458 Euro, ist aber auch noch etwas besser ausgestattet: Die Pixeldichte beträgt 515 ppi, das Speichervolumen 64-GByte. Quelle: REUTERS
Samsung Galaxy A7Samsung hat mit dem A7 ein superflaches und nur 141 Gramm schweres Smartphone in Alu-Gehäuse vorgestellt. Mit 6,3 Millimetern ist es noch dünner als das aktuelle iPhone 6 mit 6,9 Millimetern. Es sei eines der flachsten Samsung-Smartphones aller Zeiten, teilte der Hersteller in seinem Blog mit. Das Handy hat ein 5,5 Zoll großes Super Amoled Display. Als Betriebssystem ist Android KitKat (4.4) an Bord. Samsung verspricht mit acht leistungsstarken Prozessoren flüssiges Surfen und Nutzen von Apps, vor allem für den Austausch in den Sozialen Medien. Eine 5-Megapixel-Frontkamera sorgt für Selfies in ordentlicher Qualität, deutlich stärker ist die Kamera an der Rückseite mit 13 Megapixeln. Für bessere Selfies ist der
Samsung Galaxy Note 4 LTE-A Quelle: AP
Samsung Galaxy A5 und A3Samsung hat die neue A-Serie vorgestellt. Die Smartphones haben ein Metallgehäuse; beide sind mit einer 5-Megapixel-Frontkamera ausgerüstet, um gute Selfies machen zu können. Passend dazu ist die neueste Kamera-Software an Bord, die mit dem Galaxy Note 4 eingeführt wurde und verschiedene spezielle Selfie-Einstellungen ermöglicht. Das A5 (im Bild) ist das größere, es kommt einem 5-Zoll-Display, 2 GB Arbeitsspeicher, einer 13-Megapixel-Kamera an der Rückseite und einem 2300 mAh starken Akku in den Handel. Der kleine Bruder A3 ist die abgespeckte Version mit einem 4,5-Zoll-Display, 1 GB Arbeitsspeicher, 6-Megapixel-Rückkamera und einem nur 1900 mAh starken Akku. Beide Smartphones laufen auf Android KitKat (4.4) und bringen NFC und LTE mit. Preis: noch unbekannt. Ab November sollen die Smartphones in Weiß, Schwarz, Silber, Pink und Blau verfügbar sein. Quelle: Samsung

Noch stärker als die Nutzerzahl ist allerdings die Zahl der internetfähigen Geräte gestiegen. Immerhin 5,3 sind davon laut der Befragung in einem durchschnittlichen Haushalt vorhanden. Vor allem die Zahl der Tablets hat zugenommen: War solch ein Gerät im Vorjahr erst in 8 Prozent der Online-Haushalte anzutreffen, sind es 2013 bereits 19 Prozent.

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Auch mit dem Fernseher surfen immer mehr Deutsche im Internet, 29 Prozent der Online-Haushalte verfügen über ein entsprechendes Gerät. Wichtig für die Verfasser der Studie: Die Zahl derjenigen, die über ihr TV-Gerät ins Internet gehen, hat sich binnen eines Jahres von zwei Prozent (2012) auf zwölf Prozent (2013) versechsfacht. Rund fünf Minuten werden über das Internet ferngesehen, drei Minuten linear und zwei Minuten zeitversetzt. Bei den jüngeren Menschen zwischen 14 und 29 entfallen zwölf Minuten des Fernsehkonsums aufs Netz.

Stärker als die Dauer hat die Reichweite zugenommen. Immerhin 43 Prozent der Onliner, also rund 23 Millionen Deutsche, sehen regelmäßig Fernsehsendungen oder andere Videos im Netz. Unter den 14-29-jährigen Nutzern schauen bereits drei Viertel Sendungen oder Videos im Netz.

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